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Kulturverein „Mach Was“ präsentiert „Hoffnungslichter“-Projekt

Sensibles Zusammenspiel

Nordwalde

Was vor mehr als zwei Jahren mit einer Idee begann konnte der Kulturverein „Mach Was“ jetzt endlich präsentieren: das „Hoffnungslichter“-Projekt. In der Bagno-Konzertgalerie faszinierte das Publikum die Kombination von Chormusik und Malerei zum Thema Weihnacht und Geburt Jesu.

Von Rainer Nixund

Die beiden „Mach Was“-Chöre in Aktion: Der Kulturverein brachte am Sonntag erstmals sein „Hoffnungslichter“-Projekt auf die Bühne. Als Ort war die Bagno-Konzertgalerie gewählt worden. Foto: Rainer Nix

Nicht ganz freiwillig warteten Ideengeber und Akteure auf die Umsetzung des künstlerischen Projektes „Hoffnungslichter“. Alles begann mit einer Projektidee anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Kulturvereins „Mach Was“ in Nordwalde. Dies war vor mehr als zwei Jahren und dass der Pandemieausbruch in 2020 viele kulturelle Aktivitäten auf Eis legte, ist allgemein bekannt. Am Sonntag war es endlich soweit. Die Kombination von Chormusik und Malerei zum Thema Weihnacht und Geburt Jesu, faszinierte das Publikum vor der historischen Kulisse der Bagno Konzertgalerie. „Hoffnung“, wird einmal mehr deutlich, hat in dieser Zeit nicht enden wollender Krisen große Bedeutung für die Menschen.

Musiker Bernd Beenen setzte sich an den Schreibtisch und schrieb adventliche Lieder, Künstler Frank Wienker gestaltete großformatige Bilder: In ihnen verarbeitete er in vielfältiger Weise die weihnachtliche Botschaft. Sie tragen Titel wie „Der Garten – nun soll es endlich Frieden werden“, „Seht Bethlehem dort, bringst Hoffnung auf Erden“ oder „Mein Traum – Auf den leeren Stuhl fällt dieses Hoffnungslicht und ich fühl, das Weihnachten ist“. Der Verbindungsgang zwischen Foyer und Galerie war mit den Werken gesäumt, der Reihe nach wurden sie während der Aufführung in den Konzertsaal getragen.

Eine feierliche Atmosphäre

Es herrschte eine geradezu feierliche Atmosphäre, flankiert von wechselfarbigen Lichtszenarien, die Werner Ruck und Udo Fastermann einrichteten. Ein Instrumentalensemble begleitete die Chöre. Sie präsentierten Lieder vor dem Hintergrund der Themenblöcke „Staunen“, „Zweifeln“, Umkreisen“ und „Hoffen“. Die stilistische Bandbreite war groß. Beenen komponierte nicht nur in feierlich-sakralem-Charakter, es gab auch Lieder, die eher chansonartig bis kabarettistisch anmuteten. In Einzelfällen kommentierte er, so zum Beispiel bei „Engel, wollt ihr nicht singen“: „Hintergrund dieses Liedes ist der Verlust eines lieben Menschen.“

Das Zusammenspiel der beiden „Mach Was“-Chöre und des Männergesangvereins Rheingold war sensibel arrangiert, sie standen jeweils auch Einzeln im Vordergrund. Bereits die Titel der Kompositionen wie „Endlich Weihnacht“, „Am Anfang war sein Wort“ oder „Nun soll es Frieden werden“, haben starke Aussagekraft. Als Solisten traten Simone Große Burlage (Sopran) und Matthias Fischer (Bariton) in Erscheinung.

Zwischendurch setzte Michael Mehlich Akzente mit seinen szenischen Darstellungen. Er war der seltsam anmutende Mann, der im klassisch-schwarzen Pantomimengewand und roter Clownsnase die Blicke auf sich zog. Augenscheinlich war er bemüht, sich im Scheinwerferlicht auffällig zu präsentieren, was – dramaturgisch gewollt – nicht immer gelang. Ein optischer Farbtupfer, der dem Publikum zu schmunzeln und zu denken gab.

Ausgebuchte Konzertgalerie

„Ursprünglich war unsere Idee, anlässlich des 20-jährigen Bestehens eine Weihnachts-CD herauszubringen“, erläuterte der „Mach Was“-Vorsitzende Udo Fastermann. Eine CD soll später noch produziert werden. Der Teil des Projekts, der am Sonntag präsentiert wurde, war schon faszinierend und verdiente sich die Bewunderung aller Gäste in der ausgebuchten Konzertgalerie.

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