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Bürger sollten sich auf viel Regen einstellen

Sicher ist sicher

Nordwalde

Der Deutsche Wetterdienst kündigt bis in den Donnerstag hinein extremen Dauerregen, teils auch Gewitter für Nordrhein-Westfalen an. Erhöhte Vorsicht kann nicht schaden. Nordwalderinnen und Nordwalder sollten sich gegen Rückstau sichern. Die Feuerwehr hat ein Konzept, wie sie im Fall eines Unwetters mit Starkregen agiert.

Von Vera Szybalskiund

Laer erlebte es vor einigen Wochen, Nordwalde kennt Unwetter mit Starkregen vor allem aus dem vergangenen Jahrzehnt gut. Der Deutsche Wetterdienst kündigt bis in den Donnerstag hinein extremen Dauerregen, teils auch Gewitter für NRW an. Foto: Michel Fritzemeier

Von Sonnenschein keine Spur, stattdessen müssen sich die Menschen im Münsterland auf Dauerregen und Überschwemmungen einstellen. Das Tiefdruckgebiet „Bernd“ bringe vor allem am heutigen Mittwoch im gesamten Westen Deutschlands „extreme Niederschläge“, sagt Diplom-Meterologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst „Wetterkontor“. Erhöhte Vorsicht kann nicht schaden.

„Für die Bürger ist es wichtig, dass sie sich gegen Rückstau sichern“, sagt Matthias Lenfort und rät den Nordwalderinnen und Nordwaldern deshalb dazu, die Rückstausicherungen im Haus zu warten. „Das macht immer Sinn“, sagt der Leiter der Nordwalder Feuerwehr, der im Bauamt der Gemeinde arbeitet. Wer eine Flutbox mit Tauchpumpe besitze, solle überprüfen, ob diese funktioniert und sie dann parat liegen haben.

Ansonsten sollten Eigentümer auch ein Auge darauf haben, wo der topographische Tiefpunkt ihres Grundstücks liegt, wo Wasser ins Gebäude laufen könnte. „Wenn man Barrieren schaffen kann, sollte man das ruhig machen“, empfiehlt Matthias Lenfort. Etwa bei einem Souterrain-Keller.

Neuralgische Punkte im Blick

Für alle, die in den Urlaub fahren, könnte ein Gespräch mit den umliegenden Anwohnerinnen und Anwohnern für den Fall des Falls angebracht sein. „Es hilft natürlich in Gebieten, wo die Bürger wissen, dass die schon mal betroffen waren, wenn man mit den Nachbarn spricht“, sagt Matthias Lenfort.

Die Freiwillige Feuerwehr hat ein Konzept vorliegen, wie sie bei einem Starkregenereignis agiert. Ein Auge auf den Wetterbericht hat sie bei Unwetterwarnungen sowieso. Die Kameradinnen und Kameraden stünden Gewehr bei Fuß, sagt Lenfort. Die Feuerwehr hat auch neuralgische Punkte in der Gemeinde im Blick. „Rausfahren, gucken, beobachten und entsprechende Maßnahmen ergreifen“, beschreibt der Feuerwehr-Leiter das Vorgehen.

Künstlicher Retentionsraum

Zu diesen Maßnahmen zählen Stahlplatten, die an den Vorflutern, dem Lange­meersbach, Kirchlarbach Höppenbach / Hellbach und Jammertalsbach eingesetzt werden können, um die Gewässer an gewissen Stellen umzuleiten. Dadurch wird ein künstlicher Retentionsraum geschaffen. Das hat sich bewährt. Auch wenn jedes Starkregenereignis anders ist. Ob es Nordwalde trifft und wenn ja, welchen Teil besonders stark, lässt sich nicht vorhersagen.

Immerhin eine gute Nachricht hat Wetterexperte Jürgen Schmidt für die nächsten Tage: Am Donnerstag soll sich das Wetter schon wieder beruhigen, auch wenn in den nächsten Tagen noch mit Schauern zu rechnen sei.

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