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Bildungschancen verbessern

Spendenaktion des Freundeskreises Ghana

Nordwalde

Es ist konkrete Hilfe direkt vor Ort: Mit Spenden aus Nordwalde sollen Tornister und Lernmaterialien in Damongo finanziert werden. Außerdem werden Personen gesucht, die bedürftige Jugendliche oder junge Erwachsene zum Beispiel während eines Studiums oder einer Berufsausbildung finanziell unterstützen.

Jonathan Dakura und Ruth Schulte-Sutrum vor der Kathedrale in Damongo. Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde in Ghana kann mit kleineren oder größeren Spenden geholfen werden.

Weihnachten ist die Zeit des Schenkens. Die Freude dabei ist oft auf beiden Seiten, bei dem der verschenkt und bei dem, der beschenkt wird. Dies gilt auch über Grenzen hinweg. „Geschenke, die Bildungschancen fördern, sind besonders nachhaltig“, schreibt Waltraut Ruland vom Freundeskreis Ghana in einem Pressetext.

Der Freundeskreis der Pfarrgemeinde St. Dionysius bietet in diesem Jahr eine besondere Aktion an, um die Bildungschancen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Damongo, der Partnergemeinde im Norden Ghanas zu fördern: Kleinere oder größere Spendenbeiträge aus Nordwalde können gezielt in Damongo helfen. Für etwa 50 Euro können drei Tornister mit den wichtigsten Schulmaterialien angeschafft werden, für 150 Euro kann Lernmaterial für eine ganze Klasse erworben werden. „Diese konkrete Hilfe kommt direkt vor Ort an“, so Waltraut Ruland weiter.

Auch langfristigere Hilfe benötigt

Die intensiven Kontakte zwischen beiden Gemeinden haben sich seit fast 30 Jahren bewährt. Vieles konnte über diese Verbindung schon geschaffen werden. Wer sich an dieser Aktion beteiligen möchte, kann den Beitrag von 50 oder 150 Euro mit dem Stichwort „Bildung Ghana – Tornister“ beziehungsweise „Bildung Ghana – Lernmaterial“ auf das Konto der Pfarrgemeinde St. Dionysius mit der IBAN DE 79 4036 1906 8620 2120 01 überweisen.

In vielen Fällen wird eine langfristigere Hilfe gebraucht. So hat der Freundeskreis aktuell Anfragen von elf jungen Leuten aus Damongo, die für ein Stipendium in Frage kommen, weil sie und ihre Familien aus eigener Kraft die Ausbildungsgebühren nicht aufbringen können. Hier ist nachhaltige Hilfe aus Nordwalde gefragt. Wer einen dieser jungen Menschen persönlich helfen möchte, hat auch dazu die Möglichkeit. Sponsorinnen und Sponsoren, die bedürftige Jugendliche oder junge Erwachsene zum Beispiel während eines Studiums oder einer Berufsausbildung finanziell unterstützen möchten, werden gesucht.

Positive Beispiele für Stipendien

Dafür wird ein Betrag von etwa 900 Euro pro Jahr und Person benötigt. Ideal wäre es, wenn eine solche Finanzierung über drei oder vier Jahre aufgebracht werden kann, schreibt Ruland. Dann sei sichergestellt, dass der oder die Jugendliche die Ausbildung mit Hilfe dieser Unterstützung auch beenden kann. Aber auch ein einmaliger Jahresbetrag ist willkommen. Dabei übernimmt das Bildungskomitee in Nordwalde die Überweisung der Gelder nach Damongo. Ein persönlicher Kontakt zu dem jungen Menschen im Norden Ghanas kann gerne zusätzlich aufgebaut werden.

Schon bisher gibt es viele positive Beispiele für solche Stipendien: So konnte eine junge Frau, die als ältestes von fünf Kindern nach der Schule eigentlich ihre Geschwister versorgen sollte, eine dreijährige Ausbildung in der Krankenpflegeschule in Damongo mit einem Diplom abschließen. In einem anderen Fall kann ein junger Mann, der aus einer armen Familie stammt und dessen Vater Rentner ist, durch die Hilfe Entwicklungsplanung studieren. Einer anderen jungen Frau, deren Eltern beide verstorben sind, wird mit Hilfe dieses Stipendiums ein Studium in Medizin und Gesundheit an der technischen Universität Sunyani ermöglicht.

Wer sich für solch ein Stipendium interessiert, kann für nähere Informationen Kontakt mit Margret Wältring vom Freundeskreis Ghana unter Telefon 0 25 73 / 61 0 aufnehmen.

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