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Neue Fensterausstellung ist auch im Video zu sehen

Spiel aus Fotos und Wörtern

Nordwalde

Wer sich die Fotos von Gottfried Gloge ansehen möchte, kann entweder einen Spaziergang machen oder zuhause auf dem Sofa sitzen. Denn die Ausstellung mit dem Titel „Spiel der Bilder, der Sprache, der Fantasie und der Träume“ ist sowohl im Fenster der Fotowerkstatt als auch in einem Film bei Youtube zu sehen.

Von Vera Szybalskiund

Die Fensterausstellung „Spiel der Bilder, der Sprache, der Fantasie und der Träume“ mit Fotos von Gottfried Gloge (l.) ist in der Fotowerkstatt zu sehen. Christian Flakowski hat aus den Bildern und Stichworten einen Film gemacht, der bei Youtube zu sehen ist. Foto: Vera Szybalski

Gottfried Gloge hat aus der Situation einfach das Beste gemacht. Da die Bilder für die Wanderausstellung zum Thema „Spiel“ irgendwo in Pisa hängen geblieben sind, wurden eben neue Fotos zu dem Thema gemacht. Und da die üblichen Ausstellungen in Innenräumen coronabedingt nicht machbar waren, mussten eben neue Wege gefunden werden, die Kunst zu präsentieren. Und so kommt es, dass eine Fensterausstellung mit Fotos von Gottfried Gloge zum Thema „Spiel der Bilder, der Sprache, der Fantasie und der Träume“ in der Fotowerkstatt und als Film bei Youtube zu sehen ist.

Es war die Idee von Günter Pfützenreuter, dass die Mitglieder des Fotostammtisches Ausstellungen im Fenster seiner Fotowerkstatt machen. Für Gottfried Gloge lag es nahe, dafür auf das Thema Spiel zurückzugreifen. Er hat dem Ganzen aber eine eigene Note verpasst: Auf den Fotos sind verschiedene Wortspiele abgebildet. „Es handelt sich dabei um Wörter mit Doppeldeutigkeit, missverständliche Begriffe oder auch spleenige Wort-Neuschöpfungen“, erklärt Gloge. „Die Bilder sollen mit dem Betrachter kommunizieren und möglichst viele Sinne ansprechen.“

Bilder entstehen an „Lost Place“

Zu sehen ist beispielsweise eine Frau, die in Richtung eines Hauses läuft, versehen mit den Wörtern „zum Bei(n)spiel“. Aber auch eine Frau, die an einem verlassenen Ort auf einem Flügel liegt, durch ein Fenster in Blumenform scheint die Sonne herein, versehen ist das Bild mit dem Wort „Spielpause“. Oder ein Mann, der in einem heruntergekommenen Zimmer an einem Flügel sitzt, der Boden bedeckt mit Schaum und das Foto versehen mit dem Wort „Schau(m)spieler“.

Es sind Fotos, die Aha-Erlebnisse hervorrufen, Gefühle wecken, Assoziationen erzeugen oder einfach nur amüsieren sollen. Manche Bilder seien als Kritik zu sehen, sagt Gloge, wie das „Kinderspiel“, bei dem ein Kind an einem Spielautomaten sitzt. Das Bild „Spielpause“ passe gut zur Corona-Zeit. Das Foto „Endspiel“, das auf dem Friedhof entstanden ist, käme manchen vielleicht makaber vor. Entstanden sind die Bilder überwiegend an einem „Lost Place“, also einem verlassenen Ort, in Berlin.

Ein Appetithappen

In der Fotowerkstatt ist die Ausstellung noch bis zum 25. Juni zu sehen. Mehr als nur einen Vorgeschmack verschaffen können sich Interessierte bei Youtube. Dort ist ein Video mit den Fotos und Begriffen zu sehen. Dafür verantwortlich ist Christian Flakowski, der einen dreiminütigen Film geschnitten hat: „Gottfried ist an mich herangetreten“, erinnert sich Flakowski an den Start der Zusammenarbeit. Die beiden kennen sich aus dem Posaunenchor Nordwalde-Altenberge, der im Video auch eine Rolle spielt: Die Hintergrundmusik wird von dem Chor gespielt.

Die meisten Bilder der Ausstellung sind auch in dem Video zu sehen, aber nicht alle. Wer sich sowohl den Film als auch die Fensterausstellung ansieht, dem wird auffallen, dass es einen Unterschied gibt: In dem Video haben die Fotos teilweise modifizierte Titel. Dass beides angeguckt wird, ist gewollt. „Das ist ein Appetithappen“, sagt Flakowski über den Film. Wer mehr sehen will, die Bilder in Ruhe genauer betrachten möchte, sollte die Fotowerkstatt ansteuern.

Der Film ist bei Youtube unter dem Titel „Spiel der Bilder, der Sprache, der Träume und der Fantasie“, über den Link https://youtu.be/N6W9soaJc4Q oder wenn „Gottfried Gloge“ als Suchbegriff eingegeben wird, zu finden.

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