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Veranstaltung der evangelischen Kirchengemeinde mit Musiker Jan Loechel

Star der zweiten Reihe

Nordwalde

Jan Loechel erzählte in der Christuskirche aus seinem Leben als Musiker und Komponist. Sein Fazit: Man kann auch in der zweiten Reihe erfolgreich sein.

Von Sigrid Tersteggeund

Jan Loechel erzählte aus seinem spannenden Musikerleben – und gab einige Kostproben seines musikalischen Talents. Dr. Jochen Veit führte durch die spannende Unterhaltung. Foto: ter

Es gehört auch zur Kirche, Kultur zu bringen“, betonte Pfarrerin Janine Hühne am Samstag in der Christuskirche bei der Begrüßung der Gäste. Im Rahmen der Reihe „Ein Abend mit...“ war dieses Mal der Musiker Jan Loechel zu Gast. Er plauderte aus seinem Musikerleben und unterhielt sich mit Dr. Jochen Veith über das Thema „Zurück zur eigenen Stimme“.

Kennen gelernt hatten sich Loechel und Veith über gemeinsame Bekannte aus der Musikbranche bei einem Treffen am Flughafen. „Dein Name sagt den meisten erst einmal nichts“, begann Veith. „Schön, dass Ihr trotzdem alle gekommen seid“, freute sich Loechel mit einem Blick in den gut gefüllten Kirchenraum. Auch wenn der Name Jan Loechel nicht unbedingt in den Hitlisten zu finden ist, so hat er in der Musikbranche einen festen Platz. Immerhin könnte der Sänger, Gitarrist und Songwriter auch einige Goldene Schallplatten zu Hause aufhängen – wenn er möchte.

Von Münster in den hohen Norden und wieder zurück gezogen, landete Loechel im Konfirmandenalter in Hiltrup. „Der Pastor damals hatte eine akustische Gitarre, die man an einen Verstärker anschließen konnte und erzeigte mir auch die ersten Gitarrengriffe“, plauderte Loechel aus dem Nähkästchen. Beim ersten Auftritt mit seiner Schülerband war für ihn klar, er wollte Rockstar werden. Nach dem Zivildienst stürzte er sich ins Musikerleben und war jeden Tag im Studio, um Songs aufzunehmen. „Irgendwann stellte ich dann doch fest, dass es für die vorderste Reihe nicht langte“, so Loechel. Trotzdem ließ ihn die Musik nicht los. Er schrieb Lieder für bekannte Sänger und Sängerinnen wie Christina Stürmer, Sasha oder Rea Garvey.

„Dann fragte man an, ob ich den Sidecoach machen wollte bei der neuen Pro-7- Sendung „The Voice““, erzählte Loechel. Zuerst habe er abgesagt, weil die Familie gerade einen neuen Hund bekommen hatte, um den er sich kümmern musste. Zufällig aber zog sein Bruder mit ins Haus und er bekam den Job doch noch. Für die in den 1990ern weltweit erfolgreiche münstersche Band H-Blockx schrieb er zum Beispiel den Song „Take me home“ und nahm das Demoband auf. „Als damals der Onkel fragte, ob man denn was von mir kennen würde, habe ich ihm EinsLive und MTV empfohlen. Da lief das Lied rauf und runter“, erinnerte sich Loechel.

Der Song einer Eiswerbung war weltweit wochenlang auf den ersten Chartplätzen. Auch so kann man in der Branche erfolgreich sein. Natürlich gab es Hörproben für die Besucher, die sich mit reichlich Applaus bedankten.

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