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CDU, SPD und FDP verlieren / Bündnisgrüne verdreifachen ihr Ergebnis von vor fünf Jahren

Wahlbeteiligung über Landesschnitt

Nordwalde

Als einzige Partei in Nordwalde freuen sich die Bündnisgrünen über das herausragende Ergebnis bei der Landtagswahl auf Landesebene und über das Spitzenresultat ihres Landtagskandidaten Norwich Rüße, der sein Wahlergebnis von vor fünf Jahren mehr als verdreifachen konnte. Die CDU reagierte verhalten, Die SPD enttäuscht und die FDP bezeichnete ihr Abschneiden als Katastrophe.

Von Matthias Lehmkuhl

Friedhelm Keuper (l.) hatte die Wahlurne in der Gangolfschule immer im Blick. Foto: lem

Die CDU hat in Nordwalde bei der Landtagswahl zwar gewonnen, aber hohe Stimmenverluste hinnehmen müssen. Der Steinfurter Landtagsabgeordnete der Bündnisgrünen, Norwich Rüße, ist der klare Gewinner der Landtagswahl aus Nordwalder Sicht. Der Steinfurter hat sein Ergebnis vor fünf Jahren mehr als verdreifacht.

Stimmenverluste

Jürgen Abeler, stellvertretender Vorsitzender der CDU Nordwalde, zeigte sich im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Wahlergebnis. „Allerdings sind die Stimmenverluste von Christina Schulze Föcking gegenüber der Wahl vor fünf Jahren ein kleiner Wermutstropfen“, so Abeler. Die CDU-Landtagsabgeordnete erzielte 2017 in Nordwalde fast 60 Prozent. „Damit, dass die Grünen so viel Stimmen auf sich vereinigen können, war zu rechnen. Sie liegen vor allem bei den jungen Leuten im Trend, und das kann ich auch nachvollziehen“, fügte der Familienvater hinzu, der sich am meisten über die hohe Wahlbeteiligung freute, die zwar niedriger (65,1 Prozent) als vor fünf Jahren war (72,8 Prozent), aber höher als im Landesdurchschnitt.

Enttäuschung

David Große Dütting, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, konnte seine Enttäuschung über das Wahlergebnis nicht verhehlen: „Wir haben auf eine Ablösung der schwarz-gelben Regierung mit einem rot-grünen Bündnis gehofft. Leider hat das nicht geklappt. Die SPD auf Landesebene kann sich aber nichts vorwerfen. Thomas Kutschaty hat einen fairen und guten Wahlkampf gemacht. Leider überstrahlen Annalena Baerbock und Robert Habeck mit ihrem erfolgreichen Auftreten die aktuelle Politik der Bundesregierung.“

Pure Freude

Oliver Hesse, Fraktionssprecher der Nordwalder Grünen, freute sich unbändig über das tolle Wahlresultat von Norwich Rüße aus Steinfurt, „der nach meiner Überzeugung die Ziele der Bündnisgrünen sehr gut vermittelt und die prognostizierten 15 bis 20 Prozent gut ausgeschöpft hat“. Hesse glaubt, dass die hohen Stimmenverluste von Christina Schulze Föcking noch mit ihrem Rücktritt als NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz zu tun haben. „Trotzdem gratuliere ich ihr zu diesem Erfolg.“

Katastrophe

Der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Frank Wienker bezeichnete das Wahlergebnis als Katastrophe: „Es ist klar, dass Schwarz-Gelb nicht weitermachen kann. Wir müssen analysieren, was der Grund für dieses schlechte Ergebnis ist. Ich kann es mir jedenfalls nicht eindeutig erklären. Eine traurige Geschichte.“

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