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Freundeskreis Ghana lud zu einem bebilderten Online-Vortrag ein

Wasser ist ein großes Thema

Nordwalde

Im November war Ruth Schulte-Sutrum in den Norden Ghanas gereist. Bei einer Online-Veranstaltung vermittelte sie nun einen Eindruck vom Leben dort und berichtete über den Stand der Dinge bei den laufenden Projekten des Freundeskreises Ghana in Damongo.

Von Rainer Nix

Ruth Schulte-Sutrum zeigte Bilder von ihrer Reise nach Damongo, etwa vom abwechslungsreichen Marktgeschehen und Sir Martin‘s Memorial Kindergarten & Primary School. Foto: Screenshots: Rainer Nix

Fotografische Impressionen von Land und Leuten in Damongo sowie von mehreren Projekten zeigte Ruth Schulte-Sutrum bei einer Online-Veranstaltung am Sonntag einem interessierten Publikum. Das Mitglied des Freundeskreises Ghana flog im November nach Afrika. Schulte-Sutrum verschaffte sich ein Bild vom aktuellen Stand des Lebens in Damongo, der Hauptstadt der Savannah-Region im Norden Ghanas.

Der Freundeskreis ist insbesondere der dortigen Pfarrgemeinde St. Anne‘s eng verbunden. Die Referentin war nicht zum ersten Mal in der Region. Sie absolvierte in 2014 unter anderem ein Freiwilligenjahr in Wa, der Hauptstadt der Upper West Region von Ghana. Der Nordwalder Freundeskreis umfasst neun aktive Mitglieder, er wird unter anderem unterstützt von Privatleuten, Familien und dem Bistum Münster. Die Partnerschaft ist geprägt von gegenseitigen Besuchen, bei denen beide Seiten viel voneinander erfahren.

Vielfalt des Lebens

„Wenn ich darüber nachdenke, warum ich Damongo besuche, dann sind es die Menschen, das gute Essen und die interessanten Projekte“, so Schulte-Sutrum. Dementsprechend zeigte sie zahlreiche Foto-Collagen, die einen Eindruck von der Vielfalt des Lebens vor Ort vermittelten. Darunter waren Bilder vom Priesterhaus des leitenden Geistlichen in Damongo, Father Felix, vom Missionshaus, der Kathedrale und der Grundschule. Typisch für Ghana sind die Märkte am Rand der Straßen, auf denen man aus dem Auto heraus regionale Produkte kaufen kann. Im Norden wird viel Holzkohle produziert und verkauft, Gleiches gilt für Yamswurzeln und weitere Lebensmittel.

Abwechslungsreiches Marktgeschehen mit getrocknetem Fisch und Früchten am Rande von Ghanas Straßen. Foto: Screenshot Rainer Nix

Den Projekten, die der Freundeskreis unterstützte oder unterstützt, widmete Ruth Schulte-Sutrum besondere Aufmerksamkeit. Da gibt es den „Sheini Electrikal Workshop“, in dem der gelernte Elektriker Lazarus Sheini junge Menschen praktisch ausbildet. Das Know-how holte er sich auch durch Praktika während seiner Besuche in Nordwalde. Sir Martin‘s Memorial Kindergarten & Primary School ist das Projekt, in das Powerfrau Joana vor Ort viel Energie investiert. „Ich fand es auf den ersten Blick eindrucksvoll, wie bunt hier alles aussieht“, so die Referentin.

Unterirdischer Tank

Als Schulte-Sutrum dort war, erlebte sie eine Gelbfieber-Impfaktion von 60 Kindern mit, denn Corona war gerade nicht das größte Problem. Joana scheut sich nicht, mit ihren Schulkindern auch politische Themen zu diskutieren. Hier gibt es für die Mädchen und Jungen viel Raum, sich zu entwickeln.

Sir Martin`s Memorial Kindergarten & Primary School ist ein Projekt, dem sich Powerfrau Joana verschrieben hat. Foto: Screenshot Rainer Nix

Wasser ist in Damongo ein ganz großes Thema. Es gibt keinen Anschluss an das staatliche Netz. So wird versucht, Wasserlöcher zu bohren, doch der Grundwasserspiegel liegt tief. Man verfolgt die Idee, Regenwasser in Tanks zu speichern. So gibt es einen großen unterirdischen Tank nahe Father Felix Haus. Nun sollen Rohre installiert werden, um auch eine Schule mit Wasser zu versorgen. Der Freundeskreis unterstützt auch dieses Vorhaben.

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