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Heimatverein stellte für seinen Kalender 2022 wieder zahlreiche historische Fotos zusammen

Zeitreise durch die Siedlungen

Laer

Sie haben tief im Fundus gebrachten, um alte Fotos zu finden. Das ist gelungen: Der Heimatverein bringt im Jahr 2022 wieder einen Kalender heraus. Der Titel: „Siedlungen im Wandel in Laer und Holthausen“. Die Archivgruppe hofft, ein paar unbekannte Schätze aus ihrem Fotoarchiv geborgen zu haben.

Von Rainer Nixund

Linus Stalbold präsentiert den Laerer Heimatkalender 2022, der in zahlreichen Verkaufsstellen zu bekommen ist. Foto: Rainer Nix Foto: Foto: Rainer Nix

Der Heimatverein präsentiert jetzt seinen Kalender 2022 unter dem Titel „Siedlungen im Wandel in Laer und Holthausen“. Linus Stalbold, Leiter der Archivgruppe und seine Mitstreiter haben wieder tief in ihrem Fundus gegraben, um Fotos aus alten Zeiten neu zu entdecken. „Örtliche Geschichte ist für viele Laerer immer wieder ein interessantes Thema“, betont Stalbold.

Die Älteren erinnern sich gerne daran, wie es hier früher einmal aussah. Für manche aus der jüngeren Generation sind historische aber Fotos ebenso interessant, weil sie die dargestellten Motive aus dem Ewaldidorf bislang noch nie gesehen haben. „Wir hoffen, dass wir wieder ein paar unbekannte Schätze aus unserem Fotoarchiv geborgen haben“, so Stalbold.

Immer neue Baugebiete

Zu Beginn, sozusagen als „optischer Einstieg“ ist ein Schwarzweißfoto aus der Vogelperspektive abgebildet, das einen lang vergessenen Blick auf die Gemeinde zeigt. Auch das „Haus Rollier“ im Baustil eines Münsterländer Ackerbürgerhauses ist zu sehen, das heute dem Heimatverein und dem DRK als Tagungsstätte dient.

Die über zwölf Monate zu sehenden Straßen und Wohngebiete Laers könnten viele Geschichten erzählen. Bis zu den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts konzentrierte sich die Bebauung vornehmlich auf den Ortskern. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg wurden jedoch immer neue Baugebiete ausgewiesen. Durch Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wuchs die Bevölkerungszahl rasant, der Lebensstandard stieg ebenso, besonders in den so genannten Wirtschaftswunderjahren, wie ein Text im Heimatkalender verrät.

Bis in die 50er Jahre waren Gärten in den neuen Baugebieten recht groß, weil die Selbstversorgung mit Gemüse und Obst eine große Rolle spielte.

Details zur Geschichte der Siedlungen

Ein „Streifzug“ durch die Kalenderseiten wirft Schlaglichter auf Willibrordstraße, Münsterdamm, Falkenweg, Eichendorfstraße und Franz-Rieping-Straße, den Klingenhagen, den Grünen Weg, den Terup und weitere markante Straßen sowie Plätze in Laer. Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die so genannte Ökosiedlung am Strübberhoek geplant, was zeigt, dass die Entwicklung einer Stadt oder eines Dorfes entscheidend vom Zeitgeist geprägt wird. Offizielle Straßennamen, geht aus der Einleitung zum Kalender hervor, wurden Ende der 40er Jahre in Laer und Anfang der 70er Jahre in Holthausen eingeführt. Zuvor lauteten die Adressen einfach „Dorf“. Bei der Nummerierung orientierte man sich an der Entstehungszeit der jeweiligen Gebäude. Solche und viele weitere Details zur Geschichte der Siedlungen in Laer und Holthausen machen den Kalender im neuen Jahr nicht nur zum „Zeitmesser“ der Monate und Tage, sondern auch zur aufschlussreichen Lektüre.

Verkaufsstellen des Kalenders befinden sich in der Tankstelle Heerdt, in der Tankstelle Treus, bei Foto/Lotto Kruse, in der Kreissparkasse und der Volksbank Laer und im Haus Rollier. Darüber hinaus gibt es den Kalender auch bei den Mitgliedern der Archivgruppe des Heimatvereins.

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