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Große Resonanz bei Sachspenden-Aktion der Gemeinde für Ukraine-Flüchtlinge

Zum Teil hochwertiger Hausrat

Nordwalde

Viele Kleiderschränke, Kommoden, Regale und Tischlampen sowie unzählige Gläser, Geschirr, Besteck und Töpfe, aber auch neuwertige Handtücher, Bettwäsche, Bettlaken und Spannbetttücher wurden am Montag innerhalb von drei Stunden am Nordwalder Bauhof abgeben. Der Hausrat zieht jetzt in die bereitgestellten Wohnungen für die Flüchtlinge aus der Ukraine um.

Von Matthias Lehmkuhl

Sofort kümmerten sich die Bauhofmitarbeiter um das Leerräumen des jeweiligen Fahrzeuges und stellten die angelieferten Sachen auf die dafür vorgesehenen Flächen ab. Foto: Matthias Lehmkuhl

Der Zeitrahmen war eng gesteckt. Drei Stunden hatten die Nordwalder Bürgerinnen und Bürger am Montag Zeit, Kleiderschränke, kleine Kommoden, Regale, Tischlampen, Gläser, Geschirr, Besteck und Töpfe, Handtücher, Bettwäsche, Bettlaken und Spannbetttücher für die in Nordwalde angekommenen Flüchtlinge aus der Ukraine am Bauhof an der Bahnhofstraße 88 abzugeben.

Für die von den Nordwalderinnen und Nordwaldern nicht mehr benötigten Haushaltsgegenstände, die zum Teil neuwertig oder in einem hervorragenden Zustand waren, wurde die Fahrzeughalle des Bauhofes leer geräumt.

Andrang

Damit der erwartete Andrang auch bewältigt werden konnte, stellten sich Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Beschäftigte des gemeindeeigenen Bauhofes, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sowie Ehrenamtliche zur Verfügung. Sie alle hatten für diese drei Stunden einen ihnen zugewiesenen Job. So wurden die Privatfahrzeuge in Richtung Bauhof-Eingangstor geleitet und dort gefragt, was sie anliefern. Sofort kümmerten sich die Bauhofmitarbeiter um das Leerräumen des Fahrzeuges und stellten die angelieferten Sachen auf die dafür vorgesehenen Flächen ab.

Ehrenamtliche

Die vollen Kartons wurden von Ehrenamtlichen ausgepackt. Auch Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink und Fachbereichsleiterin Zentrale Dienste, Doris Böckenfeld, halfen mit. So staunten beide nicht schlecht, als sie aus einem Karton ein neuwertiges Porzellangeschirr auspackten. „Das sieht ziemlich hochwertig aus“, freuten sich beide über die tolle Qualität.

Spenden

Auch Bürgermeisterin Sonja Schemmann war begeistert über die angelieferten Haushaltsgegenstände: „Das ist so viel und nahezu alles ist auch zu gebrauchen. Wir könnten eigentlich auch benachbarte Kommunen mitversorgen.“ Die Spenden bleiben nicht lange in der Fahrzeughalle des Bauhofes. „Die Möbel, Lampen, Textilien, Geschirr, Bestecke und vieles mehr werden so schnell wie möglich in die bereitgestellten Wohnungen gebracht“, so Schemmann weiter.

Wohnraum

„Aktuell sind jetzt 18 Familien in Nordwalde. Fünf weitere kommen noch, sind aber noch nicht registriert“, hat Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink die aktuellen Zahlen parat. Für diese Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine reichen die zur Verfügung stehenden Familien aus. Aber die Gemeinde rechnet mit noch mehr Flüchtlingen und bittet um weiteren geeigneten Wohnraum. Wer noch abgeschlossenen freien Wohnraum hat, am besten mit einem eigenen Bad und einer Kochgelegenheit, kann sich bei der Gemeindeverwaltung melden.

„Man muss sich auf einen längeren Aufenthalt der Flüchtlinge einstellen. Ihnen muss ihre Privatsphäre eingeräumt werden. Wenn keine Möglichkeit besteht, diese einzuhalten, kann das für beide Seiten sehr belastend sein“, hob Doris Böckenfeld hervor.

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