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Polizei kontrollierte auf der B 54

14 Fahrer mit Drogen im Blut aus dem Verkehr gezogen

Ochtrup

Am Dienstagabend hat die Bundespolizei auf der B 54 bei Ochtrup einen gesuchten Straftäter festgenommen. Der 27-jährige Mann wurde nach der Einreise aus den Niederlanden angehalten und kontrolliert.

Bei Stichprobenkontrollen

Dabei wurde festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft Chemnitz den Polen per Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben hatte: 2019 war er wegen einer fahrlässigen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 280 Euro oder sieben Tagen Freiheitsentzug verurteilt worden. Da der mittlerweile in Gronau wohnhafte Mann der Zahlung bisher nicht nachkam, wurde ein Haftbefehl erlassen.

Der Mann wurde zwecks weiterer Maßnahmen der Polizeiwache in Gronau zugeführt. Nachdem er den haftbefreienden Betrag entrichtet hatte, konnte der Mann weiterreisen.

Unterstützt von Zoll und Bundespolizei

Bereits am Montag hat die Kreispolizeibehörde Steinfurt unterstützt von Zoll und Bundespolizei auf der B 54 Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Die Bilanz: 14 Fahrer saßen unter dem Einfluss von Drogen am Steuer. Außerdem waren drei Fahrer ohne Fahrerlaubnis unterwegs und es wurde ein Haftbefehl vollstreckt.

Die Beamtinnen und Beamten kontrollierten zwischen 12 Uhr und 17.30 Uhr jeweils auf beiden Seiten der Bundesstraße. Dazu wurde der Verkehr in beiden Richtungen über die Parkplätze Weiner geleitet. Stichprobenartig wurden Pkw, Lkw und Motorräder angehalten. Gegen die 14 Fahrer, die unter Drogeneinfluss fuhren, wurden Anzeigen gefertigt und ihnen die Weiterfahrt untersagt. In drei Fällen wurden Betäubungsmittel sichergestellt.

Benebelt im 40-Tonner

Ein 45-jähriger Niederländer lenkte einen 40-Tonnen-Sattelzug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ein 63-Jähriger aus Steinfurt fuhr mit seiner Frau und seinen zwei erwachsenen Söhnen unter dem Einfluss von Drogen. Bei ihm und einem seiner Söhne wurden bei der Pkw-Durchsuchung mithilfe eines Diensthunds geringe Mengen Marihuana festgestellt.

Bei den Kontrollen fielen noch weitere Verstöße auf: Für drei Fahrer endete die Fahrt vor Ort, weil sie keine gültige Fahrerlaubnis hatten. Obendrein machten sich zwei Halter strafbar, weil sie die Fahrten ohne Fahrerlaubnis zuließen. Darüber hinaus wurden am Montag sieben Ordnungswidrigkeitsanzeigen geschrieben und sieben Verwarngelder verhängt – unter anderem wegen Verstößen gegen die Gurtpflicht, zu schnellen Fahrens, einer unzureichenden Ladungssicherung oder einer erloschenen Betriebserlaubnis.

Vier Kinder auf dem Rücksitz

Dreimal durften auch hier die Fahrer ihre Fahrt nicht fortsetzen. So etwa eine 32-jährige Frau aus Steinfurt: Sie beförderte auf dem Rücksitz vier Kinder. Zwei Kleinkinder hatten keinen Kindersitz und waren auch nicht angeschnallt. Ein weiteres Kleinkind saß ebenfalls ohne Sitzerhöhung auf der Rückbank.

In insgesamt 20 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt. In vier Fällen verlangten die Beamten von Auto- beziehungsweise Lkw-Fahrern Sicherheitsleistungen zwischen 170 und 780 Euro.

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