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Stadt sucht weiter nach Wohnraum

568 Geflüchtete leben in Ochtrup

Ochtrup

568 Geflüchtete leben aktuell in Ochtrup. 220 von ihnen stammen aus der Ukraine. Der Stadt geht langsam der Platz aus, weshalb sie erneut dazu aufruft, dass Ochtruperinnen und Ochtruper, die freie Kapazitäten haben, sich melden sollen. Denn eines gelte es zu vermeiden, betont der Ordnungsamtschef.

Nach wie vor kommen Ukrainer, aber auch andere Geflüchtete, in Deutschland und Ochtrup an. Foto: Stefan Puchner/dpa

Aktuell befinden sich 220 geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Ochtrup. Diese Zahl teilte Ordnungsamtsleiter Holger Brüggemann im Rat der Stadt mit.

Er erläuterte: 76 von ihnen erhalten aktuell Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetzt, 135 Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II, also quasi Hartz IV. Die restlichen neun Geflüchteten erhalten Leistungen nach dem SGB 2 (Erwerbsunfähig oder Rentenalter).

Auch bei der Unterbringung der Geflüchteten gibt es große Unterschiede. 127 von ihnen seien in städtischen Einrichtungen untergebracht, berichtete Brüggemann. Der Rest von ihnen privat. „Es kommen laufend neue Flüchtlinge zu uns“, sagte Brüggemann. Aktuell seien es fünf bis zehn täglich. Diese kämen im Moment üblicherweise nicht aus der Ukraine, sondern aus anderen Ländern. 348 geflüchtete Personen befänden sich neben den 220 Ukrainerinnen und Ukrainern aktuell in Ochtrup.

10 bis 15 Geflüchtete pro Tag

Der Stadt geht deshalb der Platz aus. „Wir wollen in jedem Fall verhindern, dass wir öffentliche Einrichtungen nutzen müssen. Das ist weder für die Flüchtlinge schön, noch für die, die sonst die Einrichtungen nutzen“, sagte Brüggemann.

Er appellierte daher an die Stadtratsmitglieder, aber auch an die restliche Ochtruper Bevölkerung, Geflüchtete aufzunehmen. „Falls noch irgendwer irgendwen kennt, der noch freie Kapazitäten hat, sollen sie sich melden“, sagte der Ordnungsamtschef.

Zuletzt hatte die Stadt im Zug der vorherigen Stadtratssitzung Mitte September dazu aufgerufen, dass Ochtruper sich melden sollen, um Geflüchtete aufzunehmen. Dem Aufruf war laut Brüggemann eine Person gefolgt.

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