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Landesfotomeisterschaft Westfalen

600 Fotos, engagierte „Lichtmaler“ und ein bisschen Arbeit

Ochtrup

Jede Menge zu tun hatten jetzt die „Ochtruper Lichtmaler“. Denn zum zweiten Mal nach 2017 hatten die Nachwuchsfotografen um Chris Tettke und Steffi Herrmann die Ausrichtung der Landesfotomeisterschaft Westfalen in die Töpferstadt geholt. In der Villa Winkel kam am Wochenende die Jury zusammen.

Von Anne Steven

Die Jury der Landesfotomeisterschaft nahm die Bilder am Bildschirm in Augenschein. Foto: Uwe Hantke

Für die Begrüßung war Bürgermeisterin Christa Lenderich zuständig. Sie fungiert zudem als Schirmherrin. Insgesamt waren etwa 600 Fotos eingereicht worden. „Pro Teilnehmer sind immer sechs Bilder erlaubt“, erklärt Chris Tettke die Regularien. Bewertet wird in vier Kategorien: eine für die erwachsenen Fotokünstler und drei für Kinder und Jugendliche.

Komplett digital

Mussten 2017 noch sämtliche Fotos entwickelt und analog begutachtet werden, läuft die Jurierung mittlerweile komplett digital. Die Bilder der Wettbewerbsteilnehmer werden auf einem großformatigen Fernseher gezeigt. Chris Tettke ist kein Freund davon. Seiner Ansicht nach lasse sich die Qualität eines Bildes besser beurteilen, wenn man es analog vor sich liegen habe. Außerdem nehme man sich dann mehr Zeit. „Ich bevorzuge das“, gibt der Fotograf seine ganz persönliche Meinung wieder. Allerdings müsse man auch mit der Zeit gehen.

Chris Tettke (M.) und die „Ochtruper Lichtmaler“ richteten den Wettbewerb in diesem Jahr aus. Foto: Uwe Hantke

Immerhin waren die Jurorinnen und Juroren leibhaftig in Ochtrup zu Gast. Bei einige anderen Landesfotomeisterschaften in der jüngeren Vergangenheit war das nicht möglich. Coronabedingt mussten sie als Videokonferenzen stattfinden. Die Jury setzte sich diesmal aus den beiden Berliner Fotografinnen Birgit Hantke und Jacqueline Hirscher sowie Bernhold Leibold (Mannheim) und Volker Frenzel (Bickenbach) zusammen.

Sie schauten sich jedes Bild genau an und vergaben dann über über das Programm „Adobe Lightroom“ Punkte. Wer beim Wettbewerb angenommen wird, darf sich schon mal über einen Punkt für die Jahreswertung freuen. Unter den angenommenen Wettbewerbsbildern werden dann Urkunden und Medaillen vergeben.

„Lichtmaler“ im Einsatz

„Die Jury bekommt die Bilder codiert. Sie kann also nicht sehen, wer das Foto eingereicht hat“, berichtet Chris Tettke. Während sich Steffi Herrmann und Robert Rübestahl um die technische Organisation der Punktevergabe kümmerten, war es die Aufgabe von Chris Tettke, Klara Zurich und Marlene Volkery, diese analog zu kontrollieren. „Die Kids haben toll mitgearbeitet“, freut sich Tettke über das Engagement seiner beiden Schützlinge. Die „Lichtmaler“ sorgten übrigens auch für das Pausen-Catering. Nina Jäckering, Inga Penn und Felicity Elfers servierten Kuchen und Getränke für die Jury und die Gäste der öffentlichen Jurierung.

Insgesamt sei alles nach Plan gelaufen, zieht Chris Tettke ein positives Fazit. Auch mit dem Abschneiden seiner „Lichtmaler“ ist der Ochtruper Fotograf offenbar zufrieden. Die Ergebnisse der Landesfotomeisterschaft werden allerdings erst im Herbst veröffentlicht. Am 30. Oktober (Samstag) findet um 11 Uhr die Preisverleihung, ebenfalls in der Villa Winkel, statt. Dann soll auch die Ausstellung mit den circa 100 Wettbewerbsfotos eröffnet werden.

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