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Lieblingslied von Günter Gust

Angefangen hat alles mit „Showcase“ von Buddy Holly

Ochtrup

Der begeisterte Musiker und Dirigenten der Blaskapelle Gust, Günter Gust, kann sicht nicht auf ein Lieblingslied beschränken. Ihm hat es eine ganze Schallplatte aus dem Jahr 1970 angetan. Im Übrigen ist Gust nicht der Einzige, der auf die Stücke von Buddy Holly schwört.

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Günter Gust ist ein Fan von Buddy Holly. Besondere Bedeutung hat für ihn die Schallplatte „Showcase“. Foto: Privat

Als Musiker und Dirigent der Blaskapelle Gust war es für Günter Gust „gar nicht so einfach, ein Lieblingslied zu benennen, denn in allen Genres gibt es für mich Lieblingslieder“.

Einerseits prägte ihn sein Vater, der Günter Gust mit der Blasmusik vertraut machte. „Was mich andererseits seit den 70er Jahren immer begleitet hat, war nicht ein spezifisches Lied, sondern eine Schallplatte von Buddy Holly, die meiner Schwester gehörte, und nun glücklicherweise in meinem Besitz ist: „Showcase“ aus dem Jahre 1970, eine posthume Veröffentlichung“, erzählt Günter Gust.

Die Musik der 50er und 60er

Eben diese Schallplatte und der Rock ’n’ Roll insgesamt haben ihn seitdem begleitet und infolge dessen natürlich auch die Musik der 50er und 60er Jahre im Allgemeinen. „Dazu gehören auch Alt-Rock-’n’-Roller wie Chuck Berry und Fats Domino, die ich noch live in Münster und beim Jazz Fest in Gronau sehen konnte.“

Buddy Holly dagegen sei leider viel zu früh im Alter von 22 Jahren bei einem Flugzeugabsturz am 3. Februar 1959 während der Winter Dance-Party-Tournee in den USA ums Leben gekommen, erzählt der Ochtruper. Trotz seines jungen Alters habe er viele Musiker beeinflusst. „So ließen sich die Beatles laut Paul McCartney bei ihren ersten 40 Songs von den Werken Hollys inspirieren“, sagt Günter Gust. Die Rolling Stones eröffneten demnach ihre Shows in den frühen Jahren und die Auftritte der Welttournee 1994/95 mit dem Buddy Holly Titel „Not Fade Away“. Auch die Band The Hollies erinnere mit ihrem Namen bewusst an den Musiker.

Die Schallplatte "Showcase" aus dem Jahre 1970 von Buddy Holly hat es Günter Gust angetan. Foto: Privat

Im Song „American Pie“ werde die Geschichte des Rock ’n’ Roll 1971 von Don Mac Lean und im Jahre 2000 erneut von Madonna erzählt. „The Day The Music Died“, laute eine Zeile, die sich auf den Tod von Buddy Holly, Ritchie Valens und J.P. Richardson (The Big Bopper) beziehe, die bei besagtem Flugzeugabsturz starben.

„‚Die Ärzte’ suchen seit 1985 immer noch ‚Buddy Holly’s Brille’“, fügt der Dirigent aus Ochtrup noch hinzu und 1961 sei Mike Berry’s Single „A Tribute to Buddy Holly” erschienen.

Einfluss auf die Musikgeschichte

„Holly war der erste erfolgreiche Musiker, der die Standard-Formation einer Rockband etablierte und bereits 1958 Songs mit Orchesterbegleitung aufgenommen hat“, erzählt Günter Gust. Letztlich habe er auch ihn beeinflusst. Denn seine Musik und sein Einfluss auf die Musikgeschichte erklärten vielleicht auch Gusts Drang, „diese Musik, von der es mittlerweile sehr viele gute Arrangements für Blasorchester gibt, bei uns im Musikverein aufleben zu lassen“. „Die eingefleischten Fans traditioneller Blasmusik mögen mir meine gelegentlichen musikalischen Ausflüge verzeihen“, meint Günter Gust schmunzelnd. Aber angefangen habe alles mit der Schallplatte von Buddy Holly: „Showcase“.

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