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Ausländerbehörde erklärt den Ablauf einer Abschiebung

„Belastend für alle Beteiligten“

Ochtrup

Wird ein Asylbewerber abgelehnt und reist nicht freiwillig aus, erfolgt die Abschiebung. „Nicht nur für die Betroffenen selber ist das eine belastende Maßnahme, sondern für alle Beteiligten“, betont Oliver Klöpper, Leiter der für Ochtrup zuständigen Ausländerbehörde des Kreises Steinfurt. Er und Andreas Heeke, Sachgebietsleiter Asyl, erklären, wie eine Abschiebung funktioniert – welche Schritte vor der Zwangsmaßnahme erfolgen.

Heidrun Riese

Kontinuierlich gesunken sind die Zahlen der freiwilligen Ausreisen im Kreis Steinfurt. Dass sie 2016 und 2017 so hoch waren, lag laut Auskunft von Oliver Klöpper, Leiter der Ausländerbehörde, vor allem daran, dass die Betroffenen hauptsächlich aus dem Westbalkan kamen.      Fotos: imago/Heidrun Riese, Grafik: Jürgen Christ Foto: Grafik: chr/ Foto: imago

Früh am Morgen, manchmal mitten in der Nacht, stehen sie vor der Tür. Es sind Mitarbeiter der Ausländerbehörde, nicht selten in Begleitung von Polizisten. Sie kommen, um abgelehnte Asylbewerber, deren Frist für die freiwillige Ausreise abgelaufen ist, abzuholen und in den Flieger ins Heimatland zu setzen. Nach außen wirkt eine solche Abschiebung wie eine Hauruck-Aktion. Aber tatsächlich geht ihr ein langer Prozess voraus, dessen letzter Schritt auch den Ausführenden an die Nieren geht.

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