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Mögliche Kooperation von Kommune und Ärzteschaft

Corona-Impfungen im großen Stil in der Stadthalle?

Ochtrup

Aktuell müssen Ochtruperinnen und Ochtruper, die sich gegen Covid-19 impfen lassen wollen, ins Impfzentrum nach Greven fahren. Doch Gespräche der Ärzteschaft mit der Stadt geben Anlass zur Hoffnung, dass es bald auch in der Töpferstadt eine Anlaufstelle für Impfwillige geben könnte.

Anne Steven

Es gibt in Ochtrup Bestrebungen, ein Impfzentrum einzurichten. Erste Gespräche zwischen Stadt und Ärzteschaft haben dazu bereits stattgefunden.

Christa Lenderich hatte bereits vor ihrer Wahl zur Bürgermeisterin im vergangenen Jahr angekündigt, sich für ein Impfzentrum im Ort stark machen zu wollen. „Derzeit gibt es Gespräche“, erklärte jetzt der Sprecher der Ochtruper Ärzte, Dr. Sebastian Gesenhues. Die Idee: Im Rahmen der Infektpraxis und in Kooperation mit der Kommune könnte die Bevölkerung von Ochtrup „im großen Stil“ in der Stadthalle geimpft werden. Wenn es nach Gesenhues und seinen Kollegen geht, würde Anfang April, spätestens aber nach Ostern der Startschuss fallen. „Wir wären dann unter den ersten fünf Praxisverbünden im Kreis, die so etwas anbieten“, sagt Gesenhues.

Grundlage geschaffen

Erste Gespräche bestätigte auch die Stadt Ochtrup. Festgezurrt ist – und das betont auch Gesenhues – bisher noch nichts. Aber die Grundlage für eine Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Kommune ist geschaffen. Das ganze Projekt steht und fällt ohnehin mit den Impfstoffkapazitäten. Die Verteilung des Serums ist in der Hand des Kreises, vornehmlich, um Transparenz zu schaffen, wie Gesenhues betont.

Neben dem Vorhandensein des Impfstoffes gibt es aber noch zig weitere Faktoren zu klären. Eine Frage wäre beispielsweise, wie die Ärzte die Impfungen abrechnen müssen. Bei den mobilen Impfeinsätzen in den Altenheimen wurden die Ärzte kurzfristig beim Land angestellt, ihr Engagement erfolgte auf Honorarbasis. Alternativ könnten die Mediziner die Impfungen aber auch einzeln abrechnen.

Knackpunkt Terminvergabe

Ein weiterer Knackpunkt ist die Terminvergabe. Diese soll weiterhin zentral über den Kreis erfolgen. Ob aber Impfwillige aus Ochtrup, die bereits einen Termin in Greven gemacht haben, gegebenenfalls umgebucht werden können, ist noch nicht klar. Für die Ochtruper Ärzte stehe in jedem Fall der Wunsch an erster Stelle, Impfungen auch in der Töpferstadt zu ermöglichen. Vor allem Bürgerinnen und Bürgern über 80 Jahren möchten die Hausärzte die Wegstrecke nach Greven ersparen. Jetzt heißt es aber zunächst abwarten.

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