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Sabine Swoboda ruft für ihr Kunstprojekt zum Mitmachen auf

Die Vielfältigkeit der Gesellschaft

Ochtrup

Die Ochtruper Künstlerin Sabine Swoboda möchte ein großes Werk erschaffen. Dabei ist sie auf die Hilfe Einzelner angewiesen. Denn deren kleine Projekte sollen zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden. Ziel ist es, die Gefühle und Gedanken festzuhalten.

Im Schaufenster des Interkulturellen Nähcafés „ZickZack“ gibt es einen ersten Eindruck von den Arbeiten, die voraussichtlich ab Herbst dort als begehbarer Raum ausgestellt werden. Foto: Sabine Swoboda Foto: Sabine Swoboda

Ideenreich, vielseitig, international, nachhaltig und raumgreifend wird das neue Kunstprojekt, mit dem die Ochtruper Künstlerin Sabine Swoboda Neuland betritt. Erstmals sind Menschen aus Ochtrup, aber auch aus anderen Städten und Ländern, an ihrer Arbeit beteiligt. Was den unterschiedlichsten Menschen wichtig ist, was sie fühlen, was sie prägt, was sie hoffen, was sie vermissen und betrauern, was ihnen gefällt, was sie stört, was sie wünschen oder erwarten – diese und ähnliche Aspekte werden, auf der Unterseite von Obst- und Gemüsekartons abgebildet und scherenschnittartig ausgeschnitten, heißt es in einer Ankündigung. So werden die Kartons zu Bildern und die Bilder zu Komponenten, die in ihrer Fülle, nachhaltig wirksam, wie Bausteine zu einem begehbaren Raum zusammengesetzt werden.

Viele Motive sind bereits zusammengekommen. Darunter befinden sich nicht nur jene von Swoboda selbst, sondern auch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der Künstlerin. Ochtruper Institutionen unterstützen sie ebenfalls, so auch das Internationale Frauencafé mit seinem Ableger, dem interkulturellen Nähcafé „Zick-Zack“. In dessen Schaufenster an der Weinerstraße ist es möglich, sich einen ersten Eindruck von diesen Arbeiten zu verschaffen. In den Räumen können ab sofort nach Terminvereinbarung (Telefon 0 25 53/39 98 oder 01 77/6 47 91 47) interessierte Mitwirkende mit Anleitung und Unterstützung von Sabine Swoboda ihre Ideen in die Kartons schneiden.

Vorschläge und Ideen willkommen

Auch ohne tatkräftigen Einsatz ist eine Beteiligung möglich und einfach. Die Ideen und Vorschläge können als jeweils hochformatige Zeichnung, Bild oder Symbol oder einer kurzen Beschreibung an swoboda@amclust.de gemailt werden. Die Motive sollten eher plakativ gestaltet und in ihren Einzelheiten nicht zu filigran angelegt sein, da die Kartonage keine sehr feingliedrige Detailgestaltung zulässt, jedoch im Verbund der vielen Einzelkartons Standfestigkeit gewährleistet.

Mit der Einsendung ihrer Vorschläge geben die Teilnehmenden ihre Zustimmung, dass das verarbeitete Motiv öffentlich ausgestellt werden kann.

Gleichzeitig unterstützt auch der Hospizverein Och­trup-Metelen das vom Land NRW geförderte Projekt öffentlichkeitswirksam. „Insbesondere richten wir unsere Einladung an die Bewohnerinnen und Bewohner der Altenheime, Behinderteneinrichtungen und die Gäste der Tagespflegen“, so Hospizkoordinator Dieter Lange-Lagemann, der auch auf Facebook mit einem kleinen Film für die Teilnahme geworben hat.

Je mehr Teilnehmer, umso besser

„Je mehr Menschen, egal welchen Alters oder welcher Herkunft, sich beteiligen, desto mehr gibt am Ende der Raum aus den einzelnen Karton-Objekten Einblicke in die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft mit den Vorstellungen, Wünschen, Gefühlen und Lebensumständen Einzelner“, erläutert Sabine Swoboda in dem Presseschreiben.

Sie hofft, nach der Exposition im Nähcafé diese auch an anderen Orten zeigen zu können und freut sich über Vorschläge und Angebote für entsprechende Ausstellungsmöglichkeiten.

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