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Hochwassereinsatz

DRK, Malteser und Freiwillige Feuerwehr sind unterwegs

Ochtrup

Nach den Feuerwehren aus dem Kreis Steinfurt, die am späten Mittwochabend in den Kreis Mettmann aufgebrochen waren, um dort Hilfe im Kampf gegen das Hochwasser zu leisten (wir berichteten), rückten am Donnerstagabend weitere Kräfte des Katastrophenschutzes des Kreises Steinfurt aus.

Überörtlichen Hilfe im Hochwassergebiet leistet seit Freitagmorgen die Katastrophenschutz-Komponente „Behandlungsplatz 50 Kreis Steinfurt“ (BHP 50) des Kreises Steinfurt. Das Bild zeigt Einsatzkräfte der Malteser Hilfsdienstes Ochtrup beim Ausladen von Lebensmitteln in Weilerswist im Kreis Euskirchen. Foto: Malteser Ochtrup

„Der Alarm kam um 17 Uhr“, berichtet Andre Schoo, Pressereferent der Malteser in Ochtrup auf Anfrage dieser Zeitung. Im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung sammelte sich mit dem „Behandlungsplatz 50 Kreis Steinfurt“ (BHP 50) eine weitere Katastrophenschutz-Komponente des Kreises im Weinerpark. Unter ihnen waren erneut Feuerwehrleute, aber auch fünf Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes sowie vier Einsatzkräfte des DRK-Ortsvereins. Ihr Ziel: der Ort Weilerswist im Kreis Euskirchen.

Doch allein der Weg in die knapp 200 Kilometer entfernte Stadt stellte eine Herausforderung dar. Erst um 4 Uhr am Freitagmorgen waren die Helferinnen und Helfer aus dem Kreis Steinfurt vor Ort und machten sich direkt an die Arbeit. In Weilerswist galt es, eine Notunterkunft für 400 Personen aufzubauen, berichtet Andre Schoo. Das stellte sich insofern als schwierig heraus, als dass zunächst die Stromversorgung unterbrochen war. „Seit Freitagmittag gibt es aber Strom“, sagt Andre Schoo.

Sofern möglich, versucht er den Kontakt zu den Einsatzkräften zu halten. Nach dem Aufbau der Notunterkunft kümmern diese sich um die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und sonstigen Dingen. „Das ist schon krass“, weiß Andre Schoo, „was die Kollegen dort leisten“. Vergleichbar sei der Einsatz sicherlich mit dem Oder-Hochwasser 2010.

Die Einheit sei so organisiert, dass nach einem 24-Stunden-Einsatz eine Ablösung erfolge, berichtet Rotkreuz-Leiterin Monika Hanke. Kurzfristig waren am Donnerstagnachmittag vier DRKler aus Ochtrup verfügbar. Der Ortsverein will aber weitere Helferinnen und Helfer akquirieren. Monika Hanke geht davon aus, dass am Wochenende die nächsten Ehrenamtlichen ins Hochwassergebiet aufbrechen werden.

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