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„Take on Me“ von a-ha

Ein Video, das für Furore sorgte

Ochtrup

WN-Mitarbeiterin Heidrun Riese ist seit vielen Jahren Fan der Gruppe „a-ha“. Selbstredend kann dann auch ihr Lieblingslied nur ein Song der norwegischen Band sein. Die Geschichte, wie er dazu wurde, ist allerdings ein bisschen kompliziert.

Heidrun Riese

Nach fast 20 Jahren als Fan: Das erste Selfie mit Sänger Morten Harket. Foto: Heidrun Riese

Es ist kompliziert. Für mich lässt sich die Frage nach meinem Lieblingslied wirklich nicht so einfach beantworten. Denn da gibt es nicht den einen Titel, sondern ganz viele, die ich mit besonderen Erinnerungen verbinde. Also habe ich mich gefragt: Welchen Song bringen meine Familie und Freunde mit mir in Verbindung? Das kann nur „Take On Me“ von a-ha sein.

Ich bin Fan, seit 21 Jahren. Als ich in meinem letzten Schuljahr die Musik der 80er-Jahre für mich entdeckt habe, feierte die Band aus Norwegen gerade ihr Comeback. Alle anderen Künstler, deren Diskografien ich seit zwei Jahrzehnten rauf und runter höre, waren zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv oder gaben zumindest keine Konzerte in Deutschland: Spandau Ballet, Nik Kershaw, Kajagoogoo, Duran Duran, Howard Jones.

Hingegen waren Morten Harket, Magne Furuholmen und Pål Waaktaar-Savoy gerade dabei, mit der Single „Summer Moved On“ und dem Album „Minor Earth Major Sky“ noch einmal richtig durchzustarten. Nach der langen Zeit und 54 besuchten Konzerten, davon auch einige in Oslo, kann ich zumindest die Frage nach der Lieblingsband eindeutig beantworten: a-ha.

Das mit dem Lieblingslied ist, wie gesagt, etwas komplizierter. Tatsächlich gehört „Take On Me“ nicht zu den Songs, die ich anstelle, wenn ich gerade Lust auf Musik von a-ha habe. Da gibt es eindeutig Titel, die mir besser gefallen, die ich interessanter finde. Ein paar Anspieltipps: „Here I Stand And Face The Rain“ (1985), „Cold River“ (1990), „Less Than Pure (2005), „She‘s Humming A Tune“ (2015) und „A Break In The Clouds“ (2017).

Trotzdem muss das Lieblingslied eben doch „Take On Me“ sein – der Song mit dem legendären Musikvideo, in dem Sänger Morten Harket die hübsche Protagonistin aus der realen Welt in sein Comic-Heft zieht und das durch die Mitte der 80er-Jahre innovative Rotoskopie-Technik für Furore sorgte. Für mich ist es vor allem das Lied, das für a-ha steht, auch wenn es mit seiner eingängigen und durchaus tanzbaren Melodie fröhlicher daherkommt als viele andere Titel, die eher einen melancholischen Einschlag haben. Es ist ein Song, der für mich nach zu Hause klingt – nach einer Band, die mich mein halbes Leben begleitet und durch die ich so viele Menschen und Orte kennengelernt habe.

Im vergangenen Jahr, als es mit Corona losging, habe ich mir mir übrigens selbst beigebracht, Bassgitarre zu spielen. Als ich die Grundlagen halbwegs drauf hatte – welches war da wohl das erste Lied, das ich mir draufgeschafft habe?

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