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Wallfahrt der Frauengemeinschaften

„Ein völlig neues Erlebnis“

Irmgard Tappe

Ochtrup - Ein Netz bedeckt den Altar in der Wallfahrtskirche von Eggerode. Es steht als Symbol für „kfd vernetzt“. Das ist der Leitgedanke zur diesjährigen Sternwallfahrt der kfd-Frauen im Dekanat Steinfurt. „Viele Frauen mit unterschiedlichen Talenten sind an dem kfd-Netz beteiligt“, geht die Dekanatssprecherin Antje Jöster auf das Motto ein.

In Scharen sind die kfd-Frauen an diesem Mittwochnachmittag nach Eggerode gekommen. Etliche haben sich schon rechtzeitig auf den Weg gemacht. Die Lambertifrauen aus Ochtrup zum Beispiel sind vor der Messfeier den Kreuzweg gegangen. „Wir machen nach Möglichkeit jede kfd-Wallfahrt mit. Im vergangenen Jahr sind wir die letzten Kilometer gepilgert. Heute gehen wir den Kreuzweg“, erzählt Anneliese Eilert, die besonders das Gemeinschaftsgefühl dieser Aktion schätzt.

Daniela Volkery war bislang der Meinung, dass Wallfahrten etwas für die Generation im fortgeschrittenen Alter sind. Trotzdem ist die 32-Jährige dabei. Sie singt im Projektchor der Ochtruper Seelsorgeeinheit St. Lambertus, der den Gottesdienst eindrucksvoll mitgestaltet. Von der Zeremonie der Wallfahrt ist sie positiv überrascht. „Das Motto hat mich sehr angesprochen. Es hat mir gezeigt, dass sich Kirche und kfd der heutigen Zeit anpassen. Auch für mich persönlich habe ich etwas mitgenommen“, sagt sie und teilt die Meinung vieler Frauen, die sich mit den zeitnahen Fürbitten und der Predigt identifizieren.

Etwas eher „Altbackenes“ hatte sich auch Christiane Brüffer unter einer Wallfahrt vorgestellt. Doch als neue Teamsprecherin der kfd St. Johannes Baptist Langenhorst betrachtet sie dieses Thema nun aus einer anderen Perspektive. Und obendrein war der Langenhorster Ortsverband in diesem Jahr gemeinsam mit dem Dekanatsteam für die Ausrichtung verantwortlich. „Für mich war das ein völlig neues Erlebnis. Aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Ganze mitzugestalten. Und ich habe viele Anregungen bekommen“, sagt die 40-Jährige.

Diese Wallfahrt sei eine besondere Art, kfd als Gemeinschaft zu erleben, findet Reinhilde Mersmann aus Laer. Silvia Kegel (Laer), die das erste Mal mitmacht, ist ebenfalls beeindruckt: „Das gemeinsame Singen, die volle Kirche und die Atmosphäre waren wunderschön“, betont sie. Brigitte Steiner vom Team der kfd St. Nikodemes ist von der „Riesenanzahl der Frauen“ fasziniert. Das sei ein Zeichen, dass die kfd angenommen werde.

„Das ist in jedem Jahr so. Die Beteiligung ist großartig“, weiß Dekanatspräses Pastor Josef Wichmann aus Erfahrung. Er hat die Messfeier gemeinsam mit Pater Anthony zelebriert.

„Das war wieder ein schönes Erlebnis. So viele kfd-Frauen. Einfach wunderbar. Ich freue mich“, ruft Margret Bertram aus Borghorst den Pastören zum Abschied zu. Sie hat die Sternwallfahrt des Dekanats vor 32 Jahren gemeinsam mit Angela Schlepphorst aus Ochtrup ins Leben gerufen. Dass sich daraus ein Brauchtum entwickelt habe, was nach wie vor so gut angenommen werde „das tut gut und macht uns glücklich“, sagt Margret Bertram.

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