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„Ungelernte Kräfte“ bieten sich als Helfer an

Erdbeerernte beginnt bald

Ochtrup

Eigentlich ist die erste rote Frucht im Frühjahr eine sehr tolle Nachricht für die Familie Möllers. In diesem Jahr bereitet sie aber auch etwas Kopfzerbrechen: Die eigentlichen Erdbeer-Erntehelfer können nicht mit anpacken. Doch es kündigt sich Hilfe aus der Umgebung an.

Alex Piccin

Luisa Möllers und ihr vierjähriger Sohn Leon freuen sich, dass die ersten Erdbeeren reif sind. Foto: Lina Bültbrune

Die erste Erdbeere ist da! „Am Sonntag hatten wir die erste reife Frucht“, freut sich Luisa Möllers vom gleichnamigen Erdbeerhof. Bald werden viele weitere folgen. Um die Produktion zu ernten, waren die Möllers in der Vergangenheit auf Erntehelfer angewiesen. Das sind sie immer noch, was sich in der Corona-Zeit als Problem herausgestellt hat. „Es ist eine schwierige Situation und wir sind noch in der Planung“, sagt Luisa Möllers.

Aktuell arbeitet sie mit einer Vermittlungsfirma zusammen, die jedoch überlastet sei. Die sonst privat organisierten Helfer aus Rumänien stehen nicht zur Verfügung. Doch Unterstützung gibt es: „Es haben sich viele Studenten und Menschen, die von Kurzarbeit betroffen sind, bei uns gemeldet, die sich etwas dazuverdienen möchten. Das ist sehr gut für uns.“ Um ein Anlernen der Hilfskräfte komme der Erdbeerhof aber nicht herum. „Die Routine fehlt ihnen natürlich“, sagt Luisa Möllers. Anfragen hat sie auch von Menschen bekommen, die derzeit nicht ins Fitnessstudio gehen können oder deren Vereinstraining ruht: „Sie wollen gerne etwas Produktives und Neues, etwas Anderes machen und so ein wenig Abwechslung erfahren.“

Am Samstag (25. April) soll die Ernte beginnen. Zum Maifeiertag ist es geplant, einige Verkaufsstände zu öffnen, ehe Mitte Mai die Freilandernte startet. Dazu sollen die Hygienevorschriften und -empfehlungen umgesetzt werden – besonders bei den Selbstpflückern. Die Familie Möllers überlegt zum Beispiel, die Verkaufsstände doppelt zu besetzen, um etwa die Kunden auf dem Feld zu betreuen.

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