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Unfallfahrt nicht nachgewiesen

Freispruch aus Mangel an Beweisen

Ochtrup

Die DNA-Spuren des Angeklagten befanden sich am Helm, ob er aber auch der Motorradfahrer war, der in Ochtrup im vergangenen Jahr Unfallflucht begangen hatte, ließ sich nicht feststellen. Denn auch andere DNA-Spuren wurden gefunden – die Tat konnte dem Töpferstädter nicht nachgewiesen werden.

-nh-

Im Zweifel für den Angeklagten: Ein 21 Jahre alter Ochtruper ist vom Amtsgericht Steinfurt jetzt freigesprochen worden. Foto: dpa

Mit einem Freispruch endete am Donnerstag der Fortsetzungstermin eines Strafverfahrens gegen einen 21 Jahre alten Mann aus Ochtrup. Nach der Anklageschrift soll der Ochtruper im September vergangenen Jahres zwischen Ochtrup und Langenhorst mit einem Motorrad einen Unfall verursacht und sich unerlaubt vom Unfallort entfernt haben (wir berichteten). Zudem war an dem Motorrad ein nicht registriertes Kennzeichen angebracht und einen Führerschein habe der Angeklagte auch nicht besessen.

Zeugenaussagen

In der ersten Verhandlung war aufgrund der Zeugenaussagen nicht klar, ob der Beschuldigte tatsächlich der Fahrer des Motorrades gewesen ist. Nach einem Gutachten, das am Donnerstag verlesen wurde, wurden am Helm DNA-Spuren von drei verschiedenen Personen sichergestellt. Obwohl auch Spuren des Angeklagten vorhanden waren, sei jedoch damit nicht dessen Schuld erwiesen, führte der Verteidiger aus.

Der Verkäufer des Motorrades gab in seiner Zeugenaussage an, dass der Angeklagte beim Kauf des Fahrzeugs dabei war, den Kaufvertrag habe jedoch ein anderer Mann unterschrieben. Allerdings habe der 21-Jährige die Zahlung vorgenommen.

Da die Beweisaufnahme nach Überzeugung des Gerichts den Angeklagten nicht zweifelsfrei als Täter überführen konnte, sprach die Richterin den Ochtruper frei. „Der Tatvorwurf hat sich nicht in ausreichender Weise bestätigt“, so ihre Begründung.

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