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Harter Lockdown trifft Einzelhändler und Friseure

Für Kunden weiter erreichbar

Ochtrup

Der harte Lockdown beginnt am Mittwoch. Einzelhändler und Friseure müssen ihre Läden schließen.Die meisten versuchen das Beste daraus zu machen. Der eine macht notgedrungen vorgezogenen Urlaub und andere wollen telefonisch mit Beratung sowie mit Liefer- und Abholdiensten für ihre Kunden da sein.

Marion Fenner

Im Modehaus Huesmann stehen Mitarbeiter während des Lockdowns für Kundenwünsche telefonisch zur Verfügung. Foto: Anne Steven Foto:

Es wird leer in der Stadt, wenn ab dem morgigen Mittwoch infolge des harten Lockdowns angesichts der Corona-Pandemie viele Einzelhändler wieder schließen müssen. „Wir kennen das ja schon aus dem Frühjahr“, sagt Alexander Huesmann vom gleichnamigen Modehaus und Vorstandsmitglied der Veranstaltungs- und Werbegemeinschaft Ochtrup. Die Mitarbeiter seien trotz des geschlossenen Geschäftes weiter für die Kunden da. „Wir bieten Gutscheine an, stellen auf Wunsch Warenpakete zusammen, die dann mit Termin abgeholt werden können. „Am heutigen letzten Öffnungstag in diesem Jahr steht die gesamte Mannschaft für die Kunden parat“, versichert Huesmann.

Per E-Mail erreichbar

Selbstverständlich werde auch darauf geachtet, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. „Unsere Kunden sind in diesem Punkt immer sehr diszipliniert.“ Telefonisch und per E-Mail ist das Geschäft auch während des Lockdowns erreichbar. „Einfach ist die Situation nicht“, betont Huesmann. Er hofft, dass viele seiner Kollegen diese Zeit dennoch gut überstehen. Die meisten blieben für ihre Kundschaft erreichbar. „Viele sind bereits sehr angeschlagen, nicht jeder wird im Januar seine Türen wieder öffnen können, vermutet Huesmann.“ Schließlich gehöre die Vorweihnachtszeit zu den umsatzstärksten im Jahr. Auch im Modegeschäft CEDE Trendline sind die Mitarbeiter während des Lockdowns über eine Hotline erreichbar.

Überbrückungshilfen

Friseurin Petra Fontein wird am heutigen Abend ihren Salon zum letzten Mal in diesem Jahr abschließen und mindestens bis zum 10. Januar nicht mehr öffnen. Sie versucht die Sache optimistisch zu sehen. „Ich habe zum ersten Mal in der Vorweihnachtszeit länger frei. Wenn das mit den Hilfen ebenso gut wie im Frühjahr klappt, dann werden wir die Zeit überstehen.“ Fontein weiß aber auch, dass das nicht einfach ist, denn einen Teil der Überbrückungshilfen müsse sie später wieder zurückzahlen.

Werner Sandmann von Expert Albers will einen Teil des Weihnachtsgeschäftes über Lieferdienste abwickeln. „Bei uns können Kunden online bestellen.“ Zudem werde telefonisch beraten. „Wir tun alles, was wir können und möglich ist“, betont Sandmann. Geöffnet sei weiterhin die Serviceannahme.

Kundendienst möglich

In der Firma Knöpper Küchen und Elektro bleibt das Geschäft ebenfalls geschlossen, allerdings gehe der Handwerksbetrieb weiter, sagt Tom Knöpper. Auch der Kundendienst bleibe in bewährter Form erhalten, eventuelle Beratungen werden telefonisch oder schriftlich erledigt. Die freie Zeit wollen die Mitarbeiter für eine Inventur in aller Ruhe nutzen. Der Kundendienst bleibt auch bei der Firma Steffers erhalten, erklärt Traudel Steffers. Ob es allerdings wieder einem Buchlieferdienst geben soll, stand am gestrigen Montag noch nicht fest.

Zum ersten Mal vom Lockdown betroffen ist der Hagebaumarkt. „Wir öffnen am Dienstag eher und arbeiten so lange, bis der letzte Kunde zu seiner Zufriedenheit bedient ist“, erklärt Marktleiter Hugo Pieper. Vor allem hofft er, dass die Weihnachtsbäume und auch die Pflanzen aus dem Gartenmarkt noch Abnehmer finden. Dabei gehe es jetzt um Schadensbegrenzung. Der Rest lande sonst im Schredder. Den Christbaumschmuck will der Marktleiter einlagern und im kommenden Jahr wieder anbieten.

DOC geschlossen

Anne Polnik vom Blumengeschäft Tenne Volkery möchte ihren Kunden ebenfalls einen Liefer- und Abholservice anbieten. Amaryllis und Orchideen seien derzeit sehr beliebt. Diese könnten im Laden vorbestellt und dann abgeholt werden.

Komplett geschlossen wird voraussichtlich das DOC. Center-Manager Armin Wienker geht davon aus, dass die Angestellten in Kurzarbeit geschickt werden.

Lieferdienst

Thomas Wesbuer, Fachhändler für Baustoffe, darf den Großhandel weiter öffnen. Zudem soll es eine Abhol- und Lieferdienst für Kunden geben. Per E-Mail und über die Homepage seien die Mitarbeiter weiter erreichbar. Das gleiche gilt für die Firma Wierling, die Berufsbekleidung anbietet. Auch dort sind Mitarbeiter zu den Öffnungszeiten erreichbar und bleiben mit den Kunden in Kontakt, wie Mitarbeiter Frank Köster versichert.

Paul Volkery, Seniorchef der gleichnamigen Holzhandlung darf sein Lager öffnen und Ware ausliefern, muss aber sein Geschäft schließen. Dass der harte Lockdown nun komme, findet er gut. „Ich begrüße diese Maßnahme.“

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