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61-jähriger Ochtruper erzielt mit Einspruch vor dem Amtsgericht Teilerfolg

Geldstrafe wird um 500 Euro verringert

Ochtrup

Eine Autofahrt mit ordentlich Restalkohol im Blut brachte einen 61-jährigen Ochtruper auf die Anklagebank des Amtsgerichts Steinfurt.

Ein 61-jähriger Ochtruper stand jetzt wegen Trunkenheit im Verkehr vor Gericht. Foto: Mike Oelerich

Er hatte am Montagvormittag auf dem Weg zur Arbeit noch einen Alkoholgehalt von 2,08 Promille im Blut, als er im März dieses Jahres in der Nähe seiner Wohnung in einer Ochtruper Siedlung von der Polizei angehalten und überprüft wurde. Der 61 Jahre alte Ochtruper gab am Donnerstag vor dem Amtsgericht seine Straftat uneingeschränkt zu, hatte jedoch gegen einen Strafbefehl vom Mai Einspruch eingelegt, so dass der Fall erneut vor dem Amtsrichter verhandelt wurde.

In seiner Einlassung räumte der Angeklagte ein, dass er das ganze Wochenende reichlich dem Alkohol zugesprochen und nur sehr wenig gegessen habe. Deshalb sei ihm klar gewesen, dass er bei der Autofahrt noch Restalkohol im Blut gehabt habe. „Aber über den Wert von 2,08 Promille war ich richtig erschrocken“, teilte er dem Gericht mit.

Strafbefehl

Im verhängten Strafbefehl hatte das Gericht ihn zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt. Zudem habe er sich ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeugs erwiesen, weshalb der Führerschein für neun Monate eingezogen wurde. Der Richter empfahl dem Angeklagten, seinen Einspruch auf die Rechtsfolgen zu beschränken, da der Sachverhalt zweifelsfrei feststünde. Da der 61-Jährige diesem Vorschlag folgte, nahm der Richter den Antrag der Staatsanwältin auf und verurteilte den Ochtruper zu einer verminderten Geldstrafe, auch weil dieser bis zum September 2022 noch in einem privaten Insolvenzverfahren stecke. So lautete das Urteil am Donnerstag auf 50 Tagessätze zu je 40 Euro, der Führerschein wird zum Schutz der Allgemeinheit für weitere acht Monate einbehalten. Zudem darf der Angeklagte die Geldstrafe in Raten à 100 Euro begleichen.

Noch nie angetrunken Auto gefahren

In seinem letzten Wort betonte der Ochtruper, dass er seit 42 Jahren im Besitz eines Führerscheins sei. Er sei mehrfach in polizeiliche Kontrollen geraten, aber noch nie in einem angetrunkenen Zustand Auto gefahren. Gerade deshalb, so hielt ihm der Richter vor, habe er erkennen müssen, dass er an diesen Tag absolut fahruntüchtig war, so dass er wegen vorsätzlichen Fahrens in alkoholisiertem Zustand verurteilt wurde. Der Richter wies zum Abschluss daraufhin, dass zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis wahrscheinlich eine medizinisch-psychologische Untersuchung (im Volksmund auch als „Idiotentest“ bezeichnet) erforderlich sein werde.

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