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kfd St. Marien nutzt Frauengemeinschaftsnetzwerk

Hilfe auch für kleinste Dörfer

Ochtrup

Die kfd St. Marien hat sich jetzt ebenfalls für Flutopfer engagiert. Den Blick hat die Frauengemeinschaft dabei auf Personen gerichtet, die in der medialen Berichterstattung nicht so in den Vordergrund standen. Über das Netzwerk der kfd-Gruppierungen haben die Ochtruper in Elke Mudlagk ausgemacht.

Brigitte Kuhlmann (l.) übergibt im Namen der kfd St. Marien Elke Mudlagk in ihrem ehemaligen Behandlungsraum eine Spende zur Unterstützung des Neuaufbaus. Foto: Silvia Sehlhoff

Sie betreibt eine Physiotherapiepraxis in dem kleinen Dörfchen Essig, das zur Gemeinde Swisttal in der Voreifel gehört. Durch den Nachbarort Odendorf und Essig fließt der Orbach, ein Ablauf der Steinbachtalsperre. Durch das Überlaufen und später das Ablaufen der Talsperre wurden die anliegende Orte im Sommer dieses Jahres völlig überschwemmt. So auch das Fertighaus von Elke Mudlagk, deren Praxis sich im Erdgeschoss befindet, heißt es in einem Pressetext.

Keller und Praxis sind jetzt Baustellen, das Obergeschoss teilt sich Frau Mudlagk häufig mit den Handwerkern, die meist in den Baustellen übernachten um Anfahrtszeiten zu ersparen. Doch wie kam es zum Kontakt der kfd St. Marien zu Frau Mudlagk? Brigitte Kuhlmann berichtet: „Wir wollten die Spende, die aus dem Erlös des letzten Altweiberkarnevals sowie aus dem Verzicht der Mitarbeiterinnen im Besuchsdienst auf ihr Weihnachtsgeschenk zusammenkam, von kfd zu kfd weitergeben, und das möglichst in einem kleineren Ort, der nicht so im Fokus der Medien stand. Per Internet nahmen wir Kontakt zu Maria Winand von der kfd Odendorf-Essig-Ludendorf auf und baten sie, eine besonders bedürftige Person auszumachen. So fiel die Wahl auf Elke Mudlagk, deren Erwerbsgrundlage durch das Hochwasser zerstört war.“

In Geldnot geraten

Eine Elementarversicherung sei nicht vorhanden gewesen. Die Auszahlung der öffentlichen Hilfsgelder dauere noch, und so seien viele Bewohner der Gebiete in Geldnot geraten, so auch Elke Mudlagk. In Anwesenheit von Maria Winand wurde dann die Spende an die Physiotherapeutin übergeben, die sich Angesichts des Geldes ein paar Tränen des Glücks nicht verdrücken konnte. „Was die beiden im völlig zerstörten Behandlungsraum der Praxis berichteten, ließ mich sehr bedrückt und nachdenklich zurück. Sie, wie viele andere auch, haben Unglaubliches erlebt. Nicht nur, dass viele Menschen ihre Häuser verloren haben, sondern es waren auch Todesopfer zu beklagen. Doch denen, die in ihrer Heimat bleiben wollen, bleibt keine andere Wahl, als stark zu sein und durchzuhalten. Dass die kfd St.Marien einen kleinen Beitrag hierzu leisten konnte, ist eine schöne Geste so kurz vor Weihnachten“, so Kuhlmann.

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