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TTL Event Solutions

In neuem Licht

Ochtrup

Die Firma TTL Event Solutions hat ihre große Halle zu einer professionellen Audio- und Video-Location umgebaut und mit geballter Licht- und Tontechnik ausgestattet. Die können zum Beispiel Bands nutzen, um Promotion-Material in Bild und Ton zu produzieren – wie jetzt die Musiker von „Spotlight“.

mfa

Die Firma TTL hat ihre Halle zu einer professionellen Audio- und Video-Location umgebaut und mit geballter Licht- und Tontechnik ausgestattet. Hier nimmt die Band "Spotlight" einen Auftritt auf. Foto: mfa

Gerade in den kleinen Dingen ist Philipp Zanders gründlich. Der Licht- und Design-Projektleiter der Ochtruper Firma „TTL Event Solutions“ nimmt es auch am Vatertag ganz genau. Da wird nämlich im Gewerbegebiet am Langenhorster Bahnhof ordentlich gearbeitet. „Wir dürfen unter bestimmten Auflagen wieder tätig sein“, ist Peter Albers, Meister für Veranstaltungstechnik und Fachmann für den guten Ton, durchaus zufrieden, dass es wieder losgehen kann.

Geschäftsführer Bernd Michael Tombült hatte mit seinen Mitarbeitern eigentlich schon lange ein ganz besonderes Projekt in der Firmenpipeline, verrät er im Pressegespräch. „Wir haben unsere große Halle zu einer professionellen Audio- und Video-Location umgebaut und mit geballter Licht- und Tontechnik ausgestattet. Die diente vormals vielen regionalen wie auch internationalen Künstlern als bestens ausgestattete Probenhalle. Aber die haben wir jetzt noch ordentlicher technisch aufgerüstet“, sagt er und zeigt auf die hoch unter der Decke hängende Beamer-Batterie, die bald so groß wie ein Kühlschrank ist. Damit kann man die gesamte Rückseite der Halle als riesig dimensionierte Video-Großleinwand nutzen, verschiedene Hintergründe und Licht- und Bild-Installationen ablaufen lassen.

An riesigen Traversen, die mehrere Tonnen Gewicht locker stemmen können, hängen voll bewegliche Profischeinwerfer, deren Licht sich farblich verändern und kreativ steuern lässt. Über den Hallenboden kann man Lichtbänder rasen lassen.

„Damit haben wir einen idealen Platz für Bands geschaffen, mit professionellen Mitteln Videos zu drehen, Promotion-Material in Bild und Ton zu produzieren oder im Moment mit Blick auf die Auftrittsverbote in Zeiten der Corona-Pandemie professionelle Auftritte zu gestalten, die auf verschiedenen Plattformen via Internet in alle Welt verschickt werden können“, umreißt Tombült den ersten Ansatz.

Aber seine Firma wird noch weitergehen. Man denke an aufwendige Firmen- und Produktpräsentationen, hier könne man sozusagen Messestände aufbauen – und via geballter Medienkompetenz Videokonferenzen gestalten. „Wir wollen alle Möglichkeiten unserer Veranstaltungstechnik breiter aufstellen und für neue Kundengruppen erschließen“, fasst Geschäftsführer Bernd Michael Tombült zusammen.

Heute nutzt die Tanz- und Party-Band „Spotlight“ aus Epe diese hochspezialisierten Möglichkeiten, um sich bei den vielen Veranstaltern und Fans in Erinnerung zu rufen und für eigene Zwecke professionelle Werbung zu betreiben. „Eigentlich hätten wir an diesem Wochenende auf dem Weiner-Schützenfest in Ochtrup für Sound und Stimmung gesorgt. Aber da ist der verflixte Corona-Virus dazwischen gegrätscht“, gibt sich Bassist Michael Averbeck gefasst. Man arbeite schon länger mit TTL zusammen und als die diese neue Produktionsplattform angeboten hätten, sei man gerne dabei gewesen. „Wir haben auch früher immer mal von unseren Auftritten Grüße über die sozialen Netzwerke an Fans und Veranstalter verschickt. Jetzt planen wir zusammen mit TTL die nächste Stufe: eine ganze Song-Session.“

Video-Mann Jasper Hes­ping hat allein drei Kameras mit unterschiedlichen Blickwinkeln positioniert. Eine austarierbare Handycam bedient er auch noch, und er hat eine Videostrecke zum Toningenieur im Nachbargebäude geschaltet.

Zurück zu der Genauigkeit von Philipp Zanders: „Die Podeste, auf denen das Drum-Set und das Keyboard stehen, dürfen da nicht so unverkleidet im Bild stehen. Die Aufbauten müssen mit schwarzem Stoff ummantelt werden“, sagt der Fachmann und zeigt den Bandmitgliedern kurz, wie man mit Klebeband und Tuch umgehen muss. Dann dürfen Sängerin, Sänger und die Musiker in die Knie gehen – und anstatt Instrumente zu stimmen oder die Stimmen zu ölen, erst einmal ganz praktisch selber Hand anlegen.

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