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Bewährungsstrafe für 27-Jährigen wegen Drogenhandels

„Jeder Joint ist eine Straftat“

Ochtrup/Rheine

Als Kurierfahrer zwischen Holland und Münster war ein junger Mann unterwegs, um andere Menschen mit Drogen zu versorgen. Damit finanzierte er seinen Eigenkonsum. Mit 500 Gramm Marihuana im Auto ist er erwischt worden und stand jetzt vor Gericht.

-mok-

Ein 27-Jähriger musste sich vor dem Schöffengericht jetzt wegen Drogenkonsums und Drogenhandels verantworten.

Mit dem richtigen Gespür kontrollierte die Polizei im Oktober des Vorjahres einen 27-jährigen Autofahrer in Ochtrup und stellte knapp 500 Gramm Marihuana in dessen Pkw sicher. Er landete daraufhin für fast einen Monat in Untersuchungshaft und jetzt auf der Anklagebank des Schöffengerichts in Rheine. Die Staatsanwaltschaft klagte den Mann wegen vorsätzlicher Beihilfe zum Handel mit und Besitzes von Marihuana in nicht geringer Menge an. Am Ende wurde er wegen dieser Taten zu zehn Monaten mit Bewährung verurteilt.

Drogenberatung

Von Anfang an hatte der Angeklagte gestanden, Kurierfahrer für Dealer aus Neermoor und Münster-Nienberge gewesen zu sein. Auf die Frage, wann er zuletzt konsumiert hätte, sagte er, dass er zu seiner Beruhigung gelegentlich einen Joint rauche. Als er merkte, dass die Stimmung des Gerichts, der Staatsanwaltschaft und sogar seines Verteidigers kippte, korrigierte er sich und sagte, dass er das so bis zu seiner Entlassung gemacht hätte, heute nicht mehr. Daran hatten Staatsanwalt und Schöffengericht allerdings Zweifel und rieten ihm eindringlich zu einer Drogenberatung, „weil Sie mit jedem Joint eine Straftat begehen, die Sie ins Gefängnis bringen kann“, verdeutlichte die Richterin Konsequenzen.

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