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Was macht eigentlich . . . Pfarrer Ulrich Messing?

Jugendarbeit und Nähe zum Menschen

Ochtrup

Im nächsten Teil ihrer Serie zu Ochtruper Persönlichkeiten meldet sich Pfarrer Ulrich Messing zu Wort. Er war Mitte den 90er Jahre als Kaplan in der Kirchengemeinde St. Lambertus tätig. Gerne erinnert er sich unter anderem an die Schützenfeste und den Karneval zurück. Hier hat sogar ein mehrjähriges Vorhaben geklappt.

wn

Pfarrer Ulrich Messing war von 1995 bis 1998 in Ochtrup als Kaplan tätig. Foto: privat

In der Serie „Was macht eigentlich. . .?“ stellt die Lokalredaktion Menschen vor, die in Ochtrup bekannt sind, manchmal wie der sprichwörtliche bunte Hund, über die man aber in der jüngsten Vergangenheit wenig gehört hat. Wir fragen nach, was aus ihnen geworden ist, wie es weiterging und was sie gerade beschäftigt. Heute: Pfarrer Ulrich Messing.

Wann haben Sie in Och­trup gelebt?

Ich bin 1995 nach Ochtrup gekommen und war bis 1998 als Kaplan in St. Lamberti tätig.

Wie haben Sie in Ochtrup gewirkt?

Mir wurde die Stelle durch unseren damaligen Bischof Dr. Reinhard Lettmann übertragen. Weil gerade auch ein neuer Pfarrer (Josef Wichmann) und eine neue Pastoralreferentin (Alice Zaun) dort ihren Dienst begonnen hatten, habe ich als „dritter“ Neuer gerne das Seelsorgeteam verstärkt.

Wie haben Sie Ochtrup und seine Bewohner erlebt?

Mein Arbeitsschwerpunkt lag bei der Jugendarbeit. Ich würde Präses der Landjugend in Ochtrup und später sogar im Kreis Steinfurt. Daneben gab es ja eine sehr rege Messdienergemeinschaft, und auch für das Hubi war ich zuständig. Natürlich lag ein weiterer Schwerpunkt bei der Feier der vielen unterschiedlichen Gottesdienste wie Trauungen und Beerdigungen. Auch an manche Jugend- und Schulgottesdienste erinnere ich mich noch.

Sind Ihnen besondere Gegebenheiten in Erinnerung geblieben?

Ich habe mich in Ochtrup sehr wohl gefühlt und ich bin sehr wohlwollend aufgenommen worden. Es war natürlich für uns auch etwas leichter, weil wir die „Neuen“ waren. Einige Gemeindemitglieder waren froh, dass es nun einmal auch Veränderungen geben wird.

Pfarrer Ulrich Messing feiert gerne Karneval mit. Foto: kaj

Was vermissen Sie?

Gerne erinnere ich mich an die Schützenfeste. Wir hatten als Team überlegt, dass wir in den ersten zwei Jahren alle Königsbälle besuchen wollten, und es ist uns auch gelungen. Ich erinnere mich an den Kreuzweg am Karfreitag, den ich besonders beeindruckend fand. Es gingen damals noch sehr viele Gemeindemitglieder mit. Vor allem auch die Gottesdienstorte sind mir noch in Erinnerung. Langenhorst hat eine sehr schöne, alte Kirche. Auch an unser Leben im Pfarrhaus habe ich schöne Erinnerungen. Wir haben viel miteinander gelacht und gebetet. Gleichzeitig habe ich mich über Langeweile nie beklagen können. Es gab immer etwas zu tun oder noch einen Besuch zu machen.

Was machen Sie jetzt: beruflich und privat?

Ich bin seit 2002 Pfarrer in der Stadt Münster. Zunächst war ich im Westen der Stadt und seit 2011 bin ich Pfarrer für St. Marien (Sprakel) und St. Josef (Kinderhaus). Im vergangenen Jahr bin ich auch noch Pfarrverwalter für St. Franziskus (Coerde und Rumphorst) geworden. Daneben liegt ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit bei der Caritas. Ich bin in verschiedenen Gremien tätig und caritatives Handeln prägt meinen Alltag. Privat gehe ich nach wie vor gerne ins Kino oder ins Theater. Ein bisschen Schwimmen gibt es auch noch in meiner Freizeit. Ach ja: Und ich reise sehr gerne in die weite Welt. Karneval feiere ich auch noch sehr gerne und hoffe, dass es irgendwie in der nächsten Session gehen wird.

Möchten Sie ein paar Worte oder Grüße in die Töpferstadt schicken?

Liebe Leser, ich wünsche Ihnen in diesen ungewöhnlichen Zeiten viel Gelassenheit und Kraft für Ihren Alltag. Besonders denke ich an die älteren und kranken Mitbürger in Ochtrup. Lassen Sie sich nicht unterkriegen vom Coronavirus und entdecken Sie die kleinen Freuden des Alltags. Im Gebet bin ich in den kommenden Tagen mit Ihnen verbunden. Bleiben Sie gesund.

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