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Betriebsausschuss der Stadtwerke passt Gebührensatzung an

Knapp 1,2 Millionen Euro fürs Stadtsäckel erwirtschaftet

Ochtrup

Die Gebühren für Ab- und Niederschlagswasser steigen. Der Betriebsausschuss der Stadtwerke stimmte jetzt einen Erhöhung zu. Außerdem verteilten die Ausschussmitglieder den Gewinn des zu Stadt gehörenden Unternehmens.

-mfe-

Die Gebühren für das Abwasser Foto: Allendorf

Einen Jahresabschluss in Höhe von von 1 315 647,47 Euro haben die Stadtwerke Ochtrup im Jahr 2020 aus der Abwasserbeseitigung erwirtschaftet. In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses beschlossen die Mitglieder einstimmig, den Gewinn aus der Abwasserbeseitigung in Höhe von 123 995,51 Euro der allgemeinen Rücklage der Abwasserbeseitigung zuzuführen.

Rücklage

Von dem danach verbleibenden Gewinn werden 50 Prozent an die Stadt ausgeschüttet, in deren Eigentum die Stadtwerke stehen. Von der anderen Hälfte werden 112 015,99 Euro Kapitalertragssteuer abgeführt und der Rest der allgemeinen Rücklage der Stadtwerke zugeführt.

Kämmerer Roland Frenkert nahm diese Nachricht für das Stadtsäckel erfreut zu Kenntnis. Die Stadtwerke hatten an diesem Abend allen Sitzungsmitgliedern als vorweihnachtliche Überraschung eine großen Schokoladennikolaus auf den Tisch gestellt. Auch für den Kämmerer. Der merkte mit einem Lachen an: „Die sind ja ganz schön groß. Wären sie kleiner, wäre der Gewinn für die Stadt noch höher ausgefallen.“ Aber auch so war Frenkert mit dem Ergebnis zufrieden.

Musterhaushalt

Insgesamt haben die Stadtwerke Ochtrup das Jahr 2020 mit einer Bilanzsumme von 73 200 825,81 Euro abgeschlossen.

Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Betriebsausschusses außerdem eine Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung. Zuletzt war diese Satzung laut Beschlussvorlage im Jahr 2009 geändert worden. Künftig soll die Verbrauchsgebühr für Schmutzwasser unter Einschluss der anteiligen Abwasserabgabe je Kubikmeter Abwasser 1,72 Euro betragen. Die Gebühr für Niederschlagswasser für jeden Quadratmeter bebauter oder befestigter Fläche beträgt für Eigentümer wie Stadt, Kreis oder Land 20 Cent, für übrige Gebührenzahler 18 Cent. „Werden die Gebühren auf einen Musterhaushalt mit 200 Kubikmetern Abwasser und 130 Quadratmetern versiegelter Fläche hochgerechnet, so resultiert aus der Gebührenänderung eine Erhöhung der gesamten Abwassergebühren von 393,30 Euro um 34,10 Euro (monatlich 2,84 Euro) auf 427,40 Euro (plus 8,67 Prozent)“, heißt es in der Begründung des Beschlusses.

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