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Markus Bünseler liest beim Wiederauftakt des Hospizstammtisches

Literatur aus schwierigen Lebenslagen

Ochtrup

Der Hospizverein Ochtrup-Metelen hat seinen Stammtisch wieder aufleben lassen. Zum Neustart dieser Veranstaltung stellte Buchhändler Markus Bünseler verschiedene Werke vor, die mit Trauer, Abschiednehmen und Verlust beschäftigen.

Auf Einladung des Hospizvereins stellte Markus Bünseler einige Bücher vor. Foto: Norbert Hoppe

„Des Lebens ganze Breite“ stellte Buchhändler Markus Bünseler jetzt bei einer Buchvorstellung in der Lamberti-Bücherei vor, zu der der Hospizverein Ochtrup-Metelen eingeladen hatte. „Nach zweijähriger Corona-Pause ist das der Auftakt zur Wiederbelebung des Hospizstammtisches“, kündigte Hospizkoordinator Dieter Lange-Lagemann bei seiner Begrüßung an. Empfehlungen für lesenswerte Literatur auch aus schwierigen Lebenslagen, wie Trauer, Abschiednehmen und Verlust, bildeten den Schwerpunkt dieses Abends, informiert der Hospizverein in einem Pressetext.

So beschreibt Louise Brown in ihrem Buch „Was bleibt, wenn wir sterben“ eine Familiengeschichte nach dem Tod der Eltern. Bewegende Texte las Bünseler aus dem Buch „Im Hospiz“ von Anne van der Voort vor, das im Aschendorff-Verlag erschienen ist. „Hier sind Lebensgeschichten von Begleitpersonen und Begleiteten weitergeschrieben worden“, so die Kurzbeschreibung des Referenten.

Eine besondere Beachtung fanden zwei Ochtruperinnen, die im Selbstverlag das Buch „Hanno und Lutz“ herausgegeben haben. Marita Feldhues für den Text und Linda Wagner für die Illustrationen beschreiben in ihrem Werk kindgerecht den Abschied von Opa Heinrich. Ein Buch, das Bünseler nachdrücklich für den Gebrauch in Familien und Kindertagesstätten empfahl. Auch das Bilderbuch „Morgen bin ich Sternenkind“ sei für diesen Zweck bestens geeignet.

Breite Buchpallette

Viele andere lesenswerte Bücher hatte Markus Bünseler mitgebracht. Die Auseinandersetzung mit einer authentischen Lebensgeschichte, in der ein Suizid im Mittelpunkt steht, dem Drama um Demenz und Gedächtnislücken und sarkastischem jüdischen Humor stand auf der Liste der Empfehlungen.

Als ganz aktuell wurde ein Buch empfunden, das sich mit dem Ankommen in Deutschland beschäftigt. Menschen aus der Ukraine, die vor einer Generation in dieses Land gekommen sind, werden von ihren Nachkommen gefragt: „Warum habt ihr euch in Deutschland niedergelassen?“ Diese Frage sei nur mit anderen Augen und einer anderen Sicht ehrlich zu beantworten. Gerade in diesen Wochen, in denen viele Menschen aus der Ukraine auf der Flucht sind, hätten solche Fragen eine wesentliche Bedeutung.

Ein reich gedeckter Tisch lud die Anwesenden dazu ein, sich die vielen vorgestellten Bücher näher anzuschauen. Einige der vorgestellten Bücher seien bereits in der Bücherei verfügbar, teilte Büchereileiter Olaf Lewejohann mit.

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