1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ochtrup
  6. >
  7. „Man spürt ein anderes Bewusstsein“

  8. >

Ökumenische Projektgruppe „Eine Welt Ochtrup“

„Man spürt ein anderes Bewusstsein“

Ochtrup

Die Hilfe des Eine-Welt-Ladens geht hinaus in die Welt. Mit dem Erlös aus dem Verkauf fair gehandelter Waren unterstützen die Verantwortlichen und Ehrenamtlichen Projekte in Südamerika, Afrika und Asien. Auch sie hatten während des Corona-Lockdowns mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen.

Anne Steven

Mit dem mobilen Verkaufswagen war die Ökumenische Projektgruppe „Eine Welt“ im vergangenen Jahr auch auf dem Pottbäckermarkt (hier Marlies Mulder) vertreten. Ob das in diesem Jahr ebenfalls klappen wird, steht noch in den Sternen. Foto: Mulder

Als das Coronavirus weite Teile des öffentlichen Lebens lahmlegte, musste auch der Eine-Welt-Laden im evangelischen Gemeindehaus seine Tore vorübergehend schließen. Seit einiger Zeit sind die Ehrenamtlichen aber wieder vor Ort und erleben bei vielen Kunden ein ganz neues Bewusstsein, wie sie im Pressegespräch erzählen.

Schon während des Lockdowns habe es einige Ochtruper gegeben, die sich ihren fair gehandelten Kaffee nach Hause liefern ließen, berichtet Marlies Mulder. Jetzt mit der Wiedereröffnung des kleinen Ladens „spürt man ein anderes Bewusstsein“, hat sie festgestellt. So erlebt sie auch einige neue Kunden, die interessiert nachfragten und sich über die verschiedenen Projekte der Eine-Welt-Gruppe informieren möchten.

Hilfe auf drei Kontinenten

Aktuell unterstützen die Ehrenamtlichen die Organisation „Avicres“ im brasilianischen Nova Iguacú, die in verschiedenen Häusern Straßenkinder sowie Mädchen und Jungen aus Elendsvierteln aufnimmt und betreut. In Kampala in Uganda hilft die Projektgruppe der Privatinitiative „Sanyu-Babies-Home“ bei der Betreuung von Waisenkindern sowie der Pakarihilfe, die sich für Gesundheitsförderung, Bildung und Hilfe durch Selbsthilfe in Pakistan einsetzt. Außerdem schickt die Eine-Welt-Gruppe Geld nach Ghana und versucht dort, in dem Heimatdorf von Margret Arnheim zu helfen.

Marlies Mulder

Die Ehrenamtlichen in Ochtrup erhielten jetzt aus Pakistan und Uganda Briefe, die die Not der Menschen dort, gerade auch in der Corona-Pandemie, noch einmal deutlich machten, wie Hildegard Balzer im Pressegespräch erzählt. Grund genug für die Gruppenmitglieder, sich weiter zu engagieren.

Während des Lockdowns sei es manchmal schwierig gewesen, an fair gehandelte Waren zu kommen. „Die Kaffeelieferung war sehr lange unterwegs“, erzählt Marlies Mulder. zudem müssten sich Kunden darauf einstellen, dass es vorerst keinen Darjeeling-Tee „First Flush“ geben werde. „Der konnte aufgrund der Pandemie nicht geerntet werden“, sagt die Ochtruperin. Sie betreut die gesonderten Ferienöffnungszeiten im Eine-Welt-Laden. Immer donnerstags bietet sie von 10 bis 12 Uhr Kaffee, Tee, Schokolade, Honig und andere fair gehandelte Produkte an. „Die Ochtruper lieben Korbwaren“, hat sie zudem festgestellt.

Unterstützung gesucht

Mittlerweile bezieht der Eine-Welt-Laden Waren von fünf verschiedenen Anbietern. Das so erwirtschaftete Geld fließt direkt in die Projekte. „Das ist uns wichtig“, betont Hildegard Balzer. Sie und ihre Mitstreiter von der Projektgruppe sind auf der Suche nach Unterstützung – sowohl finanzieller als auch personeller Natur.

Interessierte können sich an Hildegard Balzer (Telefon 0 25 53 / 26 50) wenden.

Startseite