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Polizeiliche Kriminalstatistik

Mehr Sexualstraftaten und Diebstähle

Ochtrup

Im vergangenen Jahr sind der Kreispolizei vermehrt Straftaten gemeldet worden. Gerade im Bereich der Sexualdelikte und Diebstähle nahmen die Fälle, die zur Anzeige gebracht worden sind, zu. Dies geht aus der Polizeikriminalitätsstatistik (PKS) 2020 hervor.

Alex Piccin

Nach Angaben der Polizei haben die Straftaten im Kreisgebiet zugenommen. Aber auch die Aufklärungsquote stieg an. Foto: picture alliance/dpa

2020 sind demnach in Ochtrup 1079 Strafanzeigen gestellt worden. Das waren 29 mehr als 2019. Zugenommen haben auch die Sexualdelikte um acht Fälle (20). Die Anzahl an Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (55) und Raubdelikte (fünf) sind gegenüber dem Vorjahr identisch, jene zur Gewaltkriminalität insgesamt hat um eins abgenommen (25).

Einen deutlichen Anstieg hat die Behörde bei den Diebstählen registriert. 2019 waren 357 Fälle gemeldet worden, im vergangenen Jahr waren es 442. Gemessen an der vergleichbar machenden Häufigkeitszahl der Delikte pro 1000 Einwohner lag die Töpferstadt damit kreisweit hinter Rheine auf Platz zwei. Dieses Plus an Fällen wurde besonders bei Einbrüchen in Gebäuden wie Rohbauten, Baubuden, Büroräumen, Praxen, Lager oder Werkstätten verzeichnet (59, + 18). Es wurden auch mehr Fahrräder entwendet, nämlich 145 (+ 33). Die Wohnungseinbrüche haben hingegen um zwei abgenommen (13). Dies seien Abweichungen, die vorkommen können, hieß es auf Anfrage dieser Zeitung aus der Pressestelle der Kreispolizei. Es wurden keine Bandendiebstähle oder besonderen Stellen als Ziel der Täter festgestellt.

Verbesserte Aufklärungsquote

Ferner führt die Statistik Daten zu den fünf Kriminalkommissariaten (KK) sowie den gesamten Kreis auf. Nachdem für das KK 21 Steinfurt/Ochtrup in den vergangenen Jahren die Fallzahlen von 5171 (2016) auf 3848 (2019) kontinuierlich abgenommen hatten, registrierte die Kreispolizeibehörde 2020 einen leichten Anstieg (3903, + 1,43 Prozent). Verbessert hat sich die Aufklärungsquote um anderthalb Prozentpunkte (56,39) auf insgesamt 2201 geklärte Fälle. Kreisweit sind die gemeldeten Fälle mit kinderpornografischem Hintergrund sprunghaft von 57 (2019) auf 137 angestiegen. Dies begründet Polizeisprecher Martin Weide-Drees mit der im vergangenen Jahr erhöhten Beamtenzahl, die in diesem Bereich ermittelt.

Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung haben 2020 im KK 21 um 15 Fälle zugenommen (73). Ebenso erfuhren die Körperverletzungsdelikte einen Zuwachs auf 402 (+ 49) sowie die Taschendiebstähle von 40 im vorvergangenen Jahr auf 52. Die Aufklärungsquote betrug hier kreisweit nur 4,25 Prozent. Abgenommen haben hingegen die Vermögens- und Fälschungsdelikte auf 727 (- 76). Auch die gemeldeten Fälle häuslicher Gewalt sind auf Kreisgebiet weniger geworden (560 gegenüber 695 2019).

Die Statistik bietet keine getreue Abbildung der Kriminalitätswirklichkeit, sondern eine Annäherung an die Realität. In ihr sind politisch motivierte Straftaten und die meisten Verkehrsdelikte nicht enthalten.

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