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Witzige AC-Rundglasdeckelgruppe sammelt Spenden für soziale Projekte

Mit Humor durch die Corona-Zeit

Ochtrup

Sinn und Zweck der witzigen AC-Rundglasdeckelgruppe von Michael Sünker bei Facebook war ursprünglich, mit Spaß und mindestens einem zwinkernden Auge durch die Corona-Zeit zu kommen. Mittlerweile hat sich daraus eine kleine Plattform entwickelt, die Spenden für soziale Projekte sammelt.

Von Anne Steven

Mit ihrer witzigen Foto: Kerstin Kammlage

Gut 15 Monate ist es her, dass der Ochtruper Michael Sünker die witzige Anti-Corona-Rundglasdeckel-Gruppe bei Facebook aus der Taufe gehoben hat. „Mittlerweile will niemand das Wort Corona mehr hören“, weiß der 44-Jährige. Er und seine Mitstreiter – die Gruppe im sozialen Netzwerk hat mittlerweile mehr als 2000 Mitglieder – haben besagtes Wort deshalb aus ihrem Namen verbannt und sich in witzige AC-Rundglasdeckelgruppe umbenannt. „Sinn und Zweck dieser Gruppe ist, mit Spaß und mindestens einem zwinkernden Auge durch die Corona-Zeit zu kommen“, fasst ihr Gründer zusammen. Neben viel Humor, Quatsch und Blödsinn hat er sich aber auch den guten Zweck auf ihre Fahnen geschrieben.

Der Frontmann der Ochtruper Band „Memories of Fake“ nutzt seine Vernetzung mit anderen Musikgruppen und versteigert deren Merchandise-Artikel für den guten Zweck. Insgesamt sind auf diesem Wege schon über 3000 Euro zusammengekommen. Unter anderem bedachte die AC-Rundglasdeckelgruppe die Bahnhofsmission in Rheine und Münster, die Quad-Kinder Steinfurt, die Ochtruper Tafel und die Eltern-Kind-Initiative „Kinderkiste“ mit ihren Spenden.

„Wir merken, dass das sehr gut ankommt“, hat Michael Sünker festgestellt. Das sei Motivation, um weiterzumachen. Mittlerweile geht der Ochtruper wöchentlich mit einer Live-Schaltung online. Zumeist an seiner Seite: der Metelener Dirk Lating. Gemeinsam haben sie schon die Kunstfiguren „Michelangelo und sein Manager“ geschaffen. „Michelangelo ist Italiener und will als Sänger berühmt werden. Deshalb sind er und sein Manager überall dort anzutreffen, wo etwas los ist“, erzählt Michael Sünker schmunzelnd von verschiedenen Auftritten. Als Kamerafrauen fungieren dabei Jana und Laura Klemm aus Gronau sowie die Ochtruperin Sylvia Thebelt.

Künftig möchten Sünker und Lating ihre Unterstützung auch in den hohen Norden schicken. Als „Else und Trude“ werden sie Spenden sammeln für durch die Corona-Pandemie gebeutelte Kneipen auf der Reeperbahn. „Wir gucken einfach, wo Hilfe benötigt wird“, betont Sünker.

Was Spenden für die Flutopfer angeht, will die AC-Rundglasdeckelgruppe nirgendwo „dazwischen grätschen“. Es mache in diesem Fall vermutlich eher Sinn, Organisationen, die besser vernetzt seien, zu unterstützen, findet der 44-Jährige.

Aktuell läuft übrigens die Versteigerung einer Gitarre, die die Band „Civil Courage“ hierfür zur Verfügung gestellt hat. Ein Unternehmen spendete – unabhängig vom Versteigerungspreis – 500 Euro für den guten Zweck dazu. „Einfach so“, freut sich Michael Sünker über so viel Unterstützung.

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