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Zwischen Verzweiflung und Angst

Ochtruper bangt um Verwandtschaft in Afghanistan

Ochtrup

Hussein Husseini und seine Frau haben schlaflose Nächte. Sie sind Afghanen und seit 2015 in Ochtrup. Ihre Verwandten leben noch in ihrem Heimatland, befinden sich aber auf der Flucht vor den Taliban. Die Kontaktaufnahme ist äußerst schwierig und die Sorge entsprechend groß.

Von Alex Piccin

In einem behelfsmäßigen Lager in der nordafghanischen Provinz Balch suchen Menschen Zuflucht. Seit Beginn des Abzugs der internationalen Truppen und der Rückkehr der Taliban ist die Zahl der Binnenflüchtlinge deutlich gestiegen. Verwandte des Ochtrupers Hussein Husseini verstecken sich derzeit in den Bergen vor den Taliban. Foto: Kawa Basharat/dpa

Sie schauen die Nachrichten und sind verzweifelt: Hussein Husseini und seine Familie sind ihrerseits vor 15 Jahren aus Afghanistan geflüchtet und 2015 nach Ochtrup gekommen. Heute erleben sie ein Déjà-vu. Rund 5000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt können sie nur hilflos zusehen, wie die Taliban nach dem Abzug der Nato-Kräfte mit schnellen Schritten strategische Positionen besetzen. Ihre Sorge gilt vor allem den Verwandten und Freunden vor Ort.

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