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Gemeinsame Übung der Löschzüge

Ohne Julia läuft nichts

Ochtrup

Ohne Julia lief bei der gemeinsamen Übung des Löschzugs Welbergen der Freiwilligen Feuerwehr Ochtrup und der Gemeindewehr aus dem Nachbarort Metelen am Donnerstagabend eigentlich gar nichts.

wn

Einigen Herausforderungen mussten sich die Feuerwehrleute aus Welbergen und Metelen bei der Übung am Donnerstagabend stellen. Foto: Martin Fahlbusch

Löschzugführer Michael Reinker, der mit Josef Nagelmanns die Übung detailliert vorbereitet hatte, spannte die 13-jährige Tochter auf dem Hof Münstermann im Bökerhook als Rauchexpertin für eine vermeintlich brennende Heizungsanlage und als „Unfallfallopfer“ mit ein. Die junge Dame erledigte alles mit Bravour. „Der Welbergener Hof ist geradezu ideal für eine gemeinsame Übung, liegt er doch auf der Gebietsgrenze zur Bauernschaft Naendorf“, betonte Metelens Wehrführer Manfred Krude, der mit seinem Kollegen Ansgar Stening als Beobachteter fungierte, am Rande des „Einsatzes“.

Seine Welbergener Kollegen hatten eine „komplexe Schadenslage“ konstruiert. Spielende Kinder verursachten demnach an der Heizungsanlage des Hofes für Ferkelproduktion, Aufzucht und Mast eine heftige Verpuffung. Ein größeres Feuer, das auf das Dach eines Stallgebäudes übergriff und Qualm hatten die Jugendlichen in dem Raum eingeschlossen. Durch die Wucht der Explosion war zudem ein in der Nähe stehendes Futtersilo umgekippt und hatte einen landwirtschaftlichen Helfer teilweise unter sich begraben.

Die rund 30 Welbergener Feuerwehrfrauen und -männer kümmerten sich mit Hydraulikkissen darum, die schwer verletzte Person unter dem Silo zu bergen, zu versorgen sowie um die Feuerbekämpfung. Die mit zwei Fahrzeugen und rund zehn Einsatzkräften zur Hilfe eilenden Metelener zeichneten teilweise unter Einsatz von Atemschutz für die Menschenrettung in der Heizungsanlage verantwortlich. Die schnell gebildete gemeinsame Einsatzleitung sorgte für eine gute Kooperation der Einsatzkräfte aus Metelen und Ochtrup.

„Natürlich gibt es immer noch etwas zu optimieren, und zudem hat uns Familie Münstermann bestens bei der Konstruktion der Übungslage unterstützt“, bedankte sich Michael Reinker. Nicht nur er freute sich, dass trotz leichten Nieselregens nach der Übung die Mitglieder der Ehrenabteilung mit Würstchen und kalten Erfrischungen für alle Beteiligten umsichtig gesorgt hatten.

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