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Kommunale Förderungen für Umweltschutz

Orientierung an der Nachbarschaft

Ochtrup

Die Freien Wähler haben im Umweltausschuss angeregt, eine Auflistung kommunaler Fördermöglichkeiten aufzustellen. Diese soll beispielsweise Photovoltaikanlagen, Pflanzung von (Obst-)Bäumen oder eine qualitative Beratung beinhalten, wie es in Nachbarkommunen bereits der Fall ist. Die anderen Fraktionen fanden die Idee gut, mahnten aber auch, einen Blick auf die Finanzierung zu richten.

Alex Piccin

Einen Zuschuss für die Pflanzung von Obstbäumen wie hier in Wettringen können sich die Freien Wähler als eine Möglichkeit für kommunale Förderprogramme Foto: Brigitte Wellkamp

Um die Möglichkeit, in Ochtrup kommunale Förderprogramme aufzulegen, ging es in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses. Angestoßen worden war das Thema von den Freien Wählern. Ihre Idee: Die Kommune könnte eigene Förderprogramme für verschiedene Maßnahmen einrichten und so für mehr Klima- und Umweltschutz sorgen. Orientierung könne dabei Nachbargemeinde Wettringen geben, schlug die Fraktionsvorsitzende Claudia Fremann vor.

Dabei hatten die Freien Wähler beispielsweise Photovoltaikanlagen, die Pflanzung von (Obst-)Bäumen, Regenwasserzisternen, Dachbegrünungen, den Rückbau von Schottergärten oder die qualitative Beratung zum Umstieg auf alternative Energieformen im Sinn. Ergänzend fügte Carola Wesbuer-Kraxner für die Grünen an, dass auch über Zuschüsse für Lastenfahrräder oder Fahrradanhänger nachgedacht werden sollte.

Finanzierungsfrage

Gegenwind kam aus Richtung der CDU. „Man merkt, dass der Antrag mit dem Gedanken an die Steuererhöhung gestellt worden ist“, sagte Martin Tömmers. Wie könne die Stadt sich das leisten, fragte er. Die Idee an sich sei aber gut. Für manche im Antrag aufgeführten Punkte gebe es allerdings bereits Fördermöglichkeiten von Bund und Land.

„Auf dem Papier hört sich das gut an und wir stehendem nicht ablehnend gegenüber“, sagte Vincent ten Voorde (SPD). Der Fraktionschef mahnte jedoch an, keine Doppelförderungen zu ermöglichen. Zudem gebe es mit Blick auf den Haushalt andere, wichtigere Themen, die finanziert werden müssen. Dass weiter „Futter an den Antrag“ müsste, war auch Claudia Fremann klar. Sie unterstrich das Ansinnen der FWO, ein niedrigschwelliges Angebot für Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und richtete die Bitte an den städtischen Klimaschutzmanager Gerald Müller, entsprechende Maßnahmen zu prüfen. Im Prinzip sei das möglich, erklärte darauf die Erste Beigeordnete Birgit Stening: „Wir können etwas zusammenstellen. Aber zu bewerten, was einfach und was kompliziert zu beantragen ist, wird schwierig.“

Die Stadtverwaltung soll jetzt bis zur nächsten Ausschusssitzung Fördermöglichkeiten für die verschiedenen Maßnahmen eruieren, allerdings ohne diese zu bewerten.

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