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Night Light Veranstalter setzen in diesem Jahr erstmalig auf Einweg-Gefäße aus Bio-Kunststoff

Plastikbecher mit guten Gewissen

Ochtrup

Am Wochenende finden im Rahmen der „Night Light“ mehrere Konzerte und Veranstaltungen in Ochtrup statt. Zwar gibt es keine großen Hygiene-Vorgabe mehr – die Veranstalter haben sich besonders mit Thema Getränke dennoch Gedanken gemacht. Becher-Spülen ist aufwendig, herkömmliche Plastikbecher schlecht für die Umwelt. Nun sollen neue Bio-Becher helfen.

-jh/pd-

Am Wochenende (5. bis 7 August) steht die „Night Light“ in Ochtrup mit verschiedenen Konzerten und Veranstaltungen an (wir berichteten). Auch wenn es aktuell keine Vorgaben für Hygiene-Konzepte im Rahmen von Großveranstaltungen gibt, hat sich das Veranstaltungsteam der Night Light Ochtrup im Vorfeld intensiv zum Thema Hygiene-Maßnahmen ausgetauscht – und dafür das Entsorgungsunternehmen Kockmann mit ins Boot geholt.

Die Idee von Veranstalter Bernhard Gelking, Confusion Event Company: Zwar wird es aus Hygienegründen Einwegbecher geben, doch die sollen 100 prozentig-biologisch abbaubar sein. „So wurde es uns zumindest versprochen“, sagt Kyra Prießdorf vom Mitveranstalter Ochtrup Stadtmarketing. „Wir waren sofort Feuer und Flamme, als wir davon hörten. Ein umweltschonendes Einweg-System und dazu noch ein enormer Gewinn in der Corona-Zeit.“ Gelking betont: „Man spart das Spülen der Becher oder Gläser. Denn auch hier gibt es seit Corona durchaus andere Vorgaben, die einen entsprechenden Aufwand bedeuten. Gerade in Pandemiezeiten kann so ein System einen großen Anteil an den Hygienemaßnahmen von Veranstaltungen haben.“ Auf herkömmliche Plastikbecher zurückgreifen sei aus Nachhaltigkeitsgründen keine Option gewesen.

Becher sollen komplett zersetzt werden

Die Becher bestehen ausschließlich aus pflanzenbasierten Bio-Kunststoff. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen kommen sie ohne die Verwendung fossiler Rohstoffe aus, erklärt Martin Brinkschmidt von der Kockmann GmbH. „Die Becher werden wie die privaten und städtischen Grünabfälle in unserer Kompostierungsanlage aufbereitet. Das ist ein natürlicher, aber technisch gesteuerter Vorgang, bei dem nur durch Zugabe von Luft und Wasser neuer Kompost gewonnen wird, der auf vielfältige Weise genutzt werden kann.“

Solche Becher benötigen allerdings vergleichsweise lange zum Zersetzen. Damit sie nicht doch wie Restmüll verbrannt werden, soll es auf dem gesamten Veranstaltungsgelände separate Entsorgungsmöglichkeiten geben. Nele und Martin Brinkschmidt von der Kockmann GmbH sind sich einig: „Wenn sich alle Besucher daranhalten und die gekennzeichneten Tonnen ausschließlich mit den Bechern füttern, wird das eine saubere Sache.“

Prießdorf sagt: „Wir wollen es ausprobieren. Aber wir sind darauf angewiesen, dass die Leute mitmachen.“

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