Baubetriebshof pflegt Brunnenanlagen

Sehr beliebt, aber auch sehr teuer

Ochtrup

Fließendes Wasser hat eine beruhigende und publikumswirksame Wirkung. Auch die Brunnen und Wasserspiele im Stadtgebiet erfreuen sich der Beliebtheit der Bürger. Um deren Pflege kümmert sich regelmäßig der Baubetriebshof. Günstig ist die Angelegenheit jedoch nicht.

Alex Piccin

Die Firma Albers entfernt mit Hilfe eine Saugbaggers den Kies aus dem Stüwwenkoppbrunnen. Foto: Alex Piccin

Wenn die städtischen Wasserspiele wieder laufen, ist der Frühling nicht mehr weit – dann auch der gefühlte, nicht bloß der kalendarische. Die Wassersäulen am Pottbäckerplatz erfreuen an warmen Tagen besonders die Kleinsten. Der Baubetriebshof kümmert sich im Frühjahr darum, dass alle Brunnen pünktlich wieder in Schuss sind.

Eine größere Maßnahme steht derzeit am Stüwwenkopp-Brunnen an. Dort hat die Firma Albers den Kies mit Hilfe eines Saugbaggers entfernt. Dieser wird auf dem Baubetriebshofgelände am Witthagen von städtischen Mitarbeitern gereinigt. Ob er allerdings auch wieder eingesetzt wird, ist noch offen, erklärt Markus Heufert vom Baubetriebshof: „Wir werden unseren Dachdecker fragen, ob das nötig ist und die Bitumenschichten nicht ausreicht. Denn ohne Kies ist der Brunnen deutlich einfacher sauberzuhalten.“

Grundreinigung

Vor etwa zehn Jahren ist solch eine Grundreinigung letztmals erfolgt. Über die Zeit haben sich Feinanteile aus Laub und Schmutz am Boden abgelagert. „Das Wasser kriegt man irgendwann nicht mehr sauber“, sagt Heufert.

Neben dem Brunnen am Stüwwenkopp gibt es im Innenstadtbereich vier weitere, die in kommunaler Obhut sind. Dass Nass im Lambertusbrunnen sprudelt bereits wieder, genau wie im Wasserspiel am Kriegerehrenmal in der Weinerstraße. Der Krautwaldbrunnen am Töpfereimuseum ist hingegen nicht angeschlossen. Die Brunnenanlage am Valverde-del-Camino-Platz verfügt aktuell über nur wenig Wasser. „Das liegt daran, weil ein Schalter kaputt ist. Der muss noch ausgetauscht werden“, erläutert Heufert. Den Betrieb aufgenommen haben pünktlich zum Wochenmarkt die Wasserfontänen am Pottbäckerplatz. Am Mittwoch sind dort noch poröse Kabel ausgewechselt worden.

Regelmäßige Kontrolle

Jeden Montag und jeden Freitag kontrolliert ein Baubetriebshofmitarbeiter die Brunnenanlagen und schaut, ob kleine Reparaturen durchgeführt werden müssen, oder er entfernt Verunreinigungen. Externe Fachunternehmen sind zweimal im Jahr mit der Pflege der Brunnen beauftragt. Sie kümmern sich im Frühjahr um deren Befüllung und zu „Saisonende“ vor dem ersten Frost um das Ablassen des Wassers. Dabei übernehmen die Fachleute auch die jährliche Wartung.

Diese Pflege lässt sich die Stadt einiges Kosten, wie Bauamtsleiterin Karin Korten ausführt: „Die Wasserspiele in der Stadt sind sehr beliebt. Aber sie sind auch sehr teuer in der Unterhaltung.“ In Zahlen ausgedrückt sind es 20 000 Euro, die die Kommune jährlich für die Brunnenpflege in die Hand nimmt.

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