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„Gemüse-Ackerdemie“ der Marienschule

Selbst angebaut schmeckt am besten

Ochtrup

Gemüse zum Anfassen: Den Kreislauf von säen bis ernten mit Kopf, Herz, Hand und Gaumen haben Kinder der Klasse 4b der Marienschule gelernt. Nach der Ernte und der Verarbeitung waren sie sich einig, dass selbst angebautes Gemüse am besten schmeckt.

Die Klasse 4b der Marienschule hat in einer Ganzjahres-AG gelernt, wie Gemüse angebaut wird. Foto: Lisa Huning

„Zucchini- und Kürbiskuchen? Das soll schmecken?“ Das ist wohl eine der ersten Reaktionen von Kindern, wenn sie davon hören. Um darüber aufzuklären, heißt es seit April dieses Jahres für die Erdmännchen der Marienschule: Gummistiefel an und raus auf den Acker am Sportwerk, um Gemüse zu pflanzen und Samen zu säen. Ziel dieser Ganzjahres-AG ist es, den Kindern ganzheitlich und ungezwungen mit Auge, Herz, Hand und Gaumen den Kreislauf von säen bis ernten nachhaltig erfahrbar zu machen, schreibt die Marienschule in einem Pressebericht.

Zunächst sollten die Schülerinnen und Schüler erraten, welche Gemüsesorten gepflanzt werden: Kartoffeln, diverse Salatsorten, Frühlingszwiebeln, Möhren, Radieschen, Schwarzwurzeln, Kohlrabi, bunte Bete, Fenchel sowie Pastinake standen für die erste von drei Pflanzungen auf dem Anbauplan. Waren alle Sorten richtig erraten, ging es rauf auf den Acker.

Vorbereitungen

Mit großer Freude stapften die 25 Kinder über die Anbaufläche, um die Gehwege und Beete zu markieren. Anschließend war Koordination gefragt, denn natürlich wollte jeder direkt an die Arbeit. Unter Einsatz von viel Herzblut und Schweiß zogen die Kinder in den insgesamt 13 Beeten eine Vielzahl von Reihen, gruben Löcher, bewässerten, pflanzten oder säten und bedeckten die Pflanzen wieder mit Erde. Seitdem fährt die 4b einmal wöchentlich zum Acker, um nach den Pflanzen zu sehen und Unkraut zu jäten.

Natürlich ist die Freude immer am größten, wenn Gemüse reif ist, geerntet und direkt vor Ort probiert werden kann. Je nach Ausbeute können die Kinder auch Gemüse mit nach Hause nehmen und es dort weiterverarbeiten. Zuletzt wurden noch die letzten Sorten wie Zuckermais, Feldsalat, Zucchini und Kürbisse geerntet. Aus letzteren beiden hat die Klasse nun Zucchini- und Kürbiskuchen backen.

Zurück zur Eingangsfrage: Ob das schmeckt, erfuhren die Erdmännchen beim Backen. Als die ersten Kostproben gemacht wurden, waren sich alle einig: „Schmeckt sehr lecker! Dürfen wir noch mehr?“

Die Klasse 4b brachte Zucchini- und Kürbiskuchen als Dankeschön auch zum Sportwerk, denn ohne die Bereitstellung der nahe gelegenen Ackerfläche wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Zum Ende der Saison muss der Acker noch für den Winter vorbereitet werden, sodass er im nächsten Jahr wieder neu bewirtschaftet werden kann. „Wir hoffen, dass es dann wieder möglich ist, dieses tolle Projekt für den kompletten dritten Jahrgang anzubieten“, schreibt die Marienschule.

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