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Wöchentlich kommen neue Geflüchtete nach Ochtrup

Stadt benötigt Unterkünfte

Ochtrup

149 Menschen aus der Ukraine leben derzeit in Ochtrup. Sie sind aufgrund des Krieges in ihrer Heimat geflüchtet. Da die Stadtverwaltung mit weiteren Zuweisungen rechnet, ruft sie die Bevölkerung auf, ihr mögliche Wohnungsangebote mitzuteilen.

Von Alex Piccin

Der Krieg in der Ukraine vertreibt immer mehr Menschen aus ihrer Heimat. Die Stadt Ochtrup sucht aktuell nach Wohnungen, um die Geflüchteten unterzubringen. Foto: Matthias Ahlke

Aufgrund des Kriegs in der Ukraine befinden sich Millionen von Menschen auf der Flucht. In Ochtrup leben derzeit 149 Ukraineflüchtlinge, darunter 54 Kinder. Fast wöchentlich würden neue Geflüchtete aufgenommen. Hinzu kommen geflüchtete Ortskräfte aus Afghanistan, meist im Familienverbund. Die Stadt zählt zehn Erwachsene und vier Kinder. Darüber informierte Bürgermeisterin Christa Lenderich in der jüngsten Ratssitzung.

„Für die steigende Zahl an Menschen, die bei uns nach einer sicheren Unterkunft suchen, benötigt die Stadt Ochtrup weiterhin Wohnraum, der auch längerfristig angemietet werden kann“, sagte die Verwaltungschefin. Geeignet seien dafür vor allem abgeschlossene Wohnungen jeglicher Größe. „Die Wohnungen werden geprüft, ob sie für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind“, erklärt Michael Alfert, Leiter des Fachbereichs für Ordnung und Soziales, in einer Pressemitteilung der Stadt. „Wir sind jedem dankbar, der ein entsprechendes Angebot machen kann, denn der Wohnraum wird dringend benötigt.“

Wohnungsangebot digital einreichen

Privatpersonen, die eine Wohnung zur Verfügung stellen möchten, können sich per E-Mail an ukrainehilfe@ochtrup.de wenden. Auf der städtischen Homepage steht ein entsprechendes Kontaktformular für erste Angaben zur Wohnung bereit. Als persönliche Ansprechpartnerin steht Birgit Althoff vom Ordnungsamt unter der Telefonnummer 0 25 53/ 7 32 32 zur Verfügung.

Aktuell leben 95 geflüchtete Erwachsene und 54 Kinder aus der Ukraine in der Töpferstadt. 57 sind in städtischen Unterkünften untergebracht, 92 in privaten.

Die Bürgermeisterin richtet einen Appell an die Bevölkerung: „Bitte helfen Sie weiterhin mit. Die Nachrichten vom Ukrainekrieg dauern nun schon vier Monate an und drohen uns zu zermürben, mitunter auch müde zu machen. Das nimmt dem grauenhaften Angriffskrieg Putins aber nichts von seiner Schärfe. Die geflüchteten Menschen sind nach wie vor auf unsere volle Solidarität und Unterstützung angewiesen“.

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