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CoronaVille-Festival geht dieses Wochenende über die Bühne

Statt Weeze eben Ochtrup

Ochtrup

Das Gehupe war unüberhörbar – fröhlich und zustimmend hörte es sich an. Die Autofahrer hätten wohl am liebsten mitgefeiert: Den ganzen Tag über zogen am Freitag sechs junge Leute durch Ochtrup – und genossen dann ab abends das CoronaVille-Festival. Eigentlich hätten sie in Weeze sein wollen.

Bettina Laerbusch

Katharina Struck, Vera Hundeloh, Janina Friedrichs, Nadine Schneiders, Jonas Tillmann und Matthias Hundeloh (v.l.) trauern nicht, dass das Parookaville-Festival in Weeze in diesem Jahr ausfallen muss. Sie haben das CoronaVille-Festival in Ochtrup auf die Beine gestellt mit Hygienekonzept und allem Pipapo. Den Freitag über zogen sie durch die Töpferstadt. Am Abend startete das Festival an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße Foto: Bettina Laerbusch (3)/privat

Katharina Struck, Vera Hundeloh, Janina Friedrichs, Nadine Schneiders, Jonas Tillmann und Matthias Hundeloh freuten sich am Freitagmittag wie Bolle – ach was, sie freuten sich ganz sicher den ganzen Tag über und steckten viele, die sie sahen und hörten, mit ihrer Unbeschwertheit an.

Das fröhliche, zustimmende Gehupe an der Kreuzung Metelener Straße/Gausebrink war nur ein Beweis dafür. „Die Ochtruper hupen – die sind richtig gut drauf“, sie könnten feiern. Die mit Münsteraner Kennzeichen seien da schon etwas verhaltener, erzählte Janina Friedrichs.

Eigentlich wollten die Sechs an diesem Wochenende ihr Dasein, sprich ihr Leben, auf dem Parookaville-Festival in der Nähe des Flughafens Weeze genießen. Doch – natürlich, Corona. Die Pandemie machte auch ihnen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Nichts tun? Sich ärgern? Gar langweilen? Nein, nicht die Mitglieder dieser Gruppe, die zusammen nach Weeze fahren wollten. Ging aber nicht. Also organisierten sie stattdessen und noch nach alten Coronaschutzregeln ein kleines Festival hier in Ochtrup – mit Hygienekonzept und einer Teilnehmerzahl von maximal 50.

150 Mann und Frau wären jetzt eigentlich erlaubt. „Vor zwei Monaten sind wir angefangen“, erzählte am Freitag Vera Hundeloh. Eine Gästeliste gibt es. Die, die mitfeiern wollen, haben bereits eine Chipkarte erhalten, die den Zugang zum CoronaVille-Gelände an der Dietrich-Bonhoefferstraße in Ochtrup das ganze Wochenende ermöglicht.

Doch bevor es da am Freitagabend losging, erlebten am Nachmittag noch weitere Ochtruper die fröhliche Truppe mit Musik mitten in der Töpferstadt.

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