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38-jährige Ochtruperin wegen Beleidigung und Sachbeschädigung vor Gericht

Streit zwischen Ehefrau und Nebenbuhlerin eskaliert

Ochtrup/Steinfurt

Eine 38-jährige Ochtruperin musste sich am Mittwoch wegen Beleidigung und Sachbeschädigung vor dem Steinfurter Amtsgericht verantworten. Ihr wurde vorgeworfen, die Exfreundin ihres Noch-Ehemannes beschimpft und bespuckt sowie die Reifen an deren Auto zerstochen zu haben.

Eine 38-jährige Ochtruperin saß am Mittwoch auf der Anklagebank des Amtsgerichts Steinfurt. Foto: Mike Oelerich

Weil es in ihrer Ehe schon seit Längerem gekriselt habe, hätten sie und ihr Mann eine räumliche Trennung vereinbart. Am Tattag habe sie ihren Noch-Ehemann in seiner Wohnung aufgesucht, um seine Post auf die Terrasse zu legen. „Ich wollte ihm nicht nachspionieren. Aber ich habe ihn mit einer anderen Frau in flagranti beobachtet“, berichtete sie. Daraufhin, so die Angeklagte weiter, habe sie an die Wohnungstür geklopft, um ihren Mann zur Rede zu stellen. „Er öffnete die Tür, hat mich zu Boden gestoßen und mit dem Fuß fixiert.“ Dann sei ihre Nebenbuhlerin aus der Wohnung gekommen und habe höhnisch gelacht. „Sie hat mich bespuckt, als Psychopatin beschimpft und meine Kinder beleidigt. Das belastet mich noch immer psychisch“, fuhr die Beschuldigte fort und brach in Tränen aus. Das Geschehen habe seine Mandantin emotional überfordert, so dass der Streit eskalierte, erklärte ihr Anwalt.

Ehemann entschuldigt sich

Die Angeklagte gestand, dass sie sich verbal gewehrt und die Reifen am Auto ihrer Nebenbuhlerin zerstochen habe. „Ich bereue, was ich getan habe. Das war nicht ich. Das ist nicht mein Charakter“, erklärte die 38-Jährige, die durch die Gewalt ihres Ehemannes auch körperlich verletzt wurde.

Besagter Gatte, der als Zeuge geladen war, entschuldigte sich bei seiner Ehefrau. Er sagte aus, dass seine damalige Freundin die Angeklagte provoziert habe. „Und wie erklären Sie sich die Verletzungen Ihrer Frau?“, unterbrach die Richterin den Zeugen, der ausführlich über seine komplizierten Beziehungen berichtete. Er habe verhindern wollen, dass die beiden Frauen aneinandergeraten, meinte er darauf.

Die Ehefrau hatte noch am Tattag einen Arzt aufgesucht, der die Verletzungen bescheinigte. Der Verteidiger legte dem Gericht ein ärztliches Attest und Fotos vor. Richterin und Staatsanwältin waren sich einig, das Verfahren einzustellen. Auf die Aussage der Ex-Freundin verzichteten sie. -ta-

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