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Gleichstromverbindung A-Nord

Trasse wird durch die Wester führen

Ochtrup

Der Trassenkorridor für die Gleichstromverbindung A-Nord im Planungsabschnitt C steht fest. Die Leitung transportiert künftig Windstrom von Emden bis nach Nordrhein-Westfalen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat für den insgesamt 300 Kilometer langen und 1000 Meter breiten Korridor den Verlauf zwischen Wietmarschen und dem südlichen Kreis Borken festgelegt. Dabei wird auch Ochtruper Gebiet gekreuzt.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion ist zuständig für den Bau und Betrieb der Gleichstromverbindung A-Nord. Die Stromleitung soll etwa zwei Gigawatt an Leistung übertragen, was dem Energiebedarf von zwei Millionen Menschen entspreche, schreibt Amprion in einem Pressetext. Die Unterlagen zur Entscheidung über den Korridorverlauf sind seit vergangener Woche auf den Seiten der Bundesbehörde online einzusehen.

Der festgelegte Trassenkorridor beginnt in Wietmarschen und quert den Raum zwischen der Stadt Nordhorn und dem Truppenübungsplatz „Nordhorn Range“. Er verläuft auf dem Stadtgebiet von Bad Bentheim entlang der niederländischen Grenze, ehe er wegen des Naturschutzgebietes Gildehauser Venn nach Osten ausschwenkt. Bei der Ortschaft Sieringhoek quert der Korridor die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Er verläuft weiter durch Och­trup, Gronau und Heek, bevor er das Stadtgebiet von Ahaus westlich umgeht. An Ottenstein und Vreden vorbei, verläuft er über Stadtlohner Gebiet wieder entlang der niederländischen Grenze. Diesem Verlauf folgt er zunächst, ehe er den Raum zwischen Südlohn und Oeding quert. Auf dem Stadtgebiet Borken endet schließlich der für den Planungsabschnitt C festgelegte Trassenkorridor.

Bürgerdialog

„Damit hat sich die Planung weiter konkretisiert. Ungefähr zwei Drittel stehen nun fest. Für unser Vorhaben also ein weiterer wichtiger Schritt“, erklärt A-Nord-Projektleiter Dr. Jörn Koch. Im dritten Quartal 2021 möchte Amprion die Anträge auf Planfeststellung stellen und damit erste Vorschläge unterbreiten, wo innerhalb des Korridors die Erdkabeltrasse verlaufen könnte. „Kurz danach sollen auch die ersten Gespräche mit den Flächeneigentümern starten, die möglicherweise betroffen sind“, gibt Koch einen Ausblick.

In ihrer Entscheidung über den Trassenkorridor im Planungsabschnitt C war die Bundesnetzagentur dem Vorschlag von Amprion zu hundert Prozent gefolgt. „Das bestätigt uns in unserer Planung und zeigt, dass wir die richtige Abwägung getroffen haben“, sagt Koch. Um die Entscheidung der Bundesnetzagentur zu erläutern und einen Ausblick auf die anstehenden Schritte zu geben, bietet Amprion Ende dieses Monats einen digitalen Bürgerdialog an. Die Online-Termine finden am 27. und 28. Juli (Dienstag und Mittwoch) jeweils um 18 Uhr, statt. Interessierte können sich im Internet anmelden.

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