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KIWI-Café: Kostenloses Angebot für Eltern

Treffpunkt und Türöffner

Ochtrup

Es soll ein Ort sein, an dem sich Eltern austauschen, Tipps holen, aber auch einfach mal einen Kaffee zusammen trinken können - das KIWI-Café bei Miteinander Ochtrup ist Treffpunkt für werdende und junge Familien mit Kindern bis zum zweiten Lebensjahr. Auch eine fachliche Beratung ist bei dem offenen Angebot auf Wunsch möglich.

Heidrun Riese

Marion Dörken leitet das KIWI-Café in den Räumen von „Miteinander Ochtrup“. Sie hat nicht nur Antworten auf viele Fragen, sondern vermittelt auch Ansprechpartner und hat ganz viele Ideen, wie Eltern tolles Spielzeug einfach selbst basteln können. Foto: Heidrun Riese

Treffpunkt oder Beratungsangebot? Tatsächlich ist das KIWI-Café beides. An jedem Freitag zwischen 10 und 12 Uhr haben werdende und junge Familien, Mütter und Väter mit ihren Neugeborenen und Kleinkindern bis zum zweiten Lebensjahr in den Räumen von „Miteinander Ochtrup“ im ehemaligen DRK-Heim die Gelegenheit, sich auszutauschen und auch den einen oder anderen Rat von Experten mitzunehmen. Es handelt sich dabei um ein offenes Angebot – kostenlos und ohne Anmeldung.

„Ziel ist, Familien mit ihren Themen, Sorgen und Fragen zu erreichen und als Ansprechpartner und Lotse in lockerer Atmosphäre zur Verfügung zu stehen“, erklärt Miriam Bischof von den Frühen Hilfen des Kreisjugendamtes Steinfurt, die bereits neun KIWI-Cafés im Kreisgebiet ins Leben gerufen haben. Das in Ochtrup gibt es seit Anfang des Jahres.

Ein offenes Ohr

„Es ist super angelaufen“, blickt Marion Dörken, die das Angebot in der Töpferstadt durchführt, zurück. Nach der coronabedingten Zwangspause ging es bereits im Juni wieder los – mit den vorgeschriebenen Hygienevorkehrungen und -regeln sowie reichlich Platz für ausreichend Abstand. „Bisher hatten wir allerdings immer nur vereinzelte Besucher. Es wäre schön, wenn es wieder mehr werden würden“, sagt Annemarie Möhring, die bei „Miteinander Ochtrup“ in der Flüchtlingsberatungsstelle tätig ist.

Sie sieht den Verein in erster Linie als Gastgeber. Finanziert wird das Angebot nämlich komplett durch das Kreisjugendamt Steinfurt, die Bundesinitiative Frühe Hilfen sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Außerdem“, betont sie, „ist es ein Angebot für alle Familien aus Ochtrup und Umgebung.“

Einfach mal rauskommen aus den eigenen vier Wänden, sich mit anderen Eltern unterhalten, dabei auch mal über Geschrei und schlaflose Nächte jammern dürfen, ganz ohne schlechtes Gewissen, zusammen einen Kaffee trinken und Tipps zu Pflege, Ernährung oder Gesundheit mitnehmen – das ist das Konzept des KIWI-Cafés. „Ein offenes Ohr zu haben, ist das Allerwichtigste“, betont Marion Dörken. „Viele trauen sich nicht, Fragen zu stellen, weil sie denken, dass sie die Antworten eigentlich kennen müssten“, weiß die Tagesmutter und möchte ihren Gästen diese Hemmungen nehmen, indem sie zugibt: „Selbst ich lerne immer noch dazu.“

Beratungsangebot

Miriam Bischof beschreibt das KIWI-Café als Türöffner-Angebot. Wenn gewünscht, werden Ärzte, Hebammen oder andere Fachleute eingeladen, die über die Themen informieren, die den (werdenden) Eltern gerade am meisten auf den Nägeln brennen. Zweimal im Monat kommt Silvia Schwarzbauer vom Diakonischen Werk in Steinfurt dazu und bietet eine Schwangerschaftsberatung an. Hierfür ist eine Anmeldung unter Telefon 0 25 53 / 9 26 69 04 oder per E-Mail an info@­miteinander- ochtrup.de notwendig.

Das KIWI-Café soll aber auch ein Angebot für die Kinder sein. Vieles ergebe sich dabei spontan. „Aber ich plane abhängig von den Jahreszeiten auch immer etwas“, verrät Marion Dörken, bei der sich Eltern auch reichlich Tipps für selbst gebasteltes Spielzeug holen können. Sie berichtet von einem Kind, das immer die Feuchttücher aus der Packung gezogen hat. Als simple, aber geniale Alternative präsentierte sie eine Dose, durch deren Deckel die Tagesmutter bunte Bänder gezogen und Perlen an beide Enden geknotet hat. „Da hat das Kind das gleiche Gefühl des Herausziehens, aber die Feuchttücher bleiben in der Box.“

Das offene Angebot soll denn Eltern zugleich auch eine kurze Auszeit bieten. „Mit kleinen Kindern hat man immer viel zu tun“, weiß Annemarie Möhring. „Familien müssen sich aber auch mal etwas Zeit für sich nehmen, ohne Haushalt im Nacken.“ Das ist übrigens auch in den Herbstferien möglich.

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