1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ochtrup
  6. >
  7. Um einen Erfahrungsschatz reicher

  8. >

BFDler helfen tatkräftig in den Caritaswerkstätten

Um einen Erfahrungsschatz reicher

Ochtrup

Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes unterstützen Svenja Grave und Lena Brandt seit August die Caritaswerkstätten in Langenhorst. Ihr Dienstjahr neigt sich dem Ende entgegen. Die beiden jungen Frauen blicken auf eine aufregende Zeit zurück, die sie um einen Erfahrungsschatz reicher gemach hat.

wn

In den Caritaswerkstätten leisten zwei junge Frauen ihren Bundesfreiwilligendienst. Foto: Anne Steven

Svenja Grave und Lena Brandt unterstützen seit einem Jahr im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes (BFD) das Team der Caritaswerkstätten Lan­genhorst. Dort begleiten sie den Arbeitsalltag in der Produktion und den Fördergruppen mit. Trotz des Einsatzes in zwei verschiedenen Arbeitsbereichen, ist den beiden BFDlern rückblickend ein Fazit gemeinsam: Der Freiwilligendienst erwies sich hinsichtlich der beruflichen als auch der persönlichen Entwicklung als eine sehr gute Entscheidung. Die beiden jungen Frauen haben ihre Eindrücke in einem Pressebericht zusammengefasst.

In den Produktionsgruppen der Werkstatt stehen täglich zahlreiche Aufträge an, die es frist- und termingerecht zu erledigen gilt. Wie zum Beispiel in der Näherei, in der Lena Brandt seit über elf Monaten ihr BFD absolviert. Erledigt werden Verpackungsaufträge verschiedener Firmen. Damit die Arbeit für die Beschäftigten auch möglich wird und die Produktion in Gang gebracht werden kann, muss im Vorfeld Organisationsarbeit geleistet werden. Hiermit beginnt die Arbeit der 20-Jährigen erst richtig.

Lena Brandt ist Bundesfreiwilligendienst-Leisterin bei den Caritaswerkstätten in Langenhorst. Foto: Svenja Grave

Angefangen mit dem Anlegen von Aufträgen, über die Anschaffung der Arbeitsmaterialien bis hin zur Verteilung der Aufgaben an die Beschäftigten gibt es eine Bandbreite an Tätigkeiten, die ein BFDler an der Seite der Gruppenleiter übernehmen kann. Gemeinsam mit Praxisanleiter Michael Selker (37) sorgt Lena Brandt für den Erhalt des Arbeitsrhythmus, kontrolliert, dass die Produktionsschritte vorschriftsmäßig durchgeführt werden und achtet darauf, dass die Produktion nicht ins Stocken gerät.

Pflege als fester Bestandteil

Im Vergleich zu anderen Bereichen ist der Anteil der Pflege zwar geringer, aber dennoch fester Bestandteil im Tätigkeitsbereich eines Gruppenleiters. „Trotz der Routine wird die Arbeit im Umgang mit Menschen mit Behinderung nie langweilig“, heißt es im Schreiben. „Jeden Tag entwickeln sich interessante Gespräche oder Erlebnisse aus verschiedenen Arbeitssituationen heraus. Bei der Arbeit handelt es sich um eine gemeinsame Erfahrung, die jeden Tag durch Herausforderung aber auch Freude gekennzeichnet ist.“

In einem anderen Teil der Einrichtung, dem Förderbereich, arbeitet Svenja Grave. Die Aufgaben der 17-Jährigen in einer der Fördergruppen sind überwiegend Betreuung in den Arbeitseinheiten, in den Essenszeiten und Pausenzeiten. Sie unterstützt auch in der täglich anfallende Pflege. In ihrer Gruppe fördert die BFDlerin etwa bei einer der Beschäftigten mit Hilfe eines Trainings die Stabilität und die Sicherheit beim Stehen und Laufen.

Svenja Grave unterstützt unter anderem die Fördergruppe bei Verpackungstätigkeiten. Foto: Lena Brandt

Außerhalb ihres Arbeitsbereiches hatten die BFDler die Aufgabe, die arbeitsfreie Zeit der Beschäftigten mitzugestalten. Sie haben gemeinsam mit Svenjas Praxisanleiter Marco Pomplun (38) individuelle tägliche Mittagsangebote und ein größeres „Activity-Turnier“ erstellt und begleitet.

Über die Schule sind die beiden Frauen zum Freiwilligendienst gekommen. Svenja Grave hat sich überlegt, den BFD zu machen, um einen möglichen beruflichen Weg auszuloten. Für Lena Brandt war die Möglichkeit ausschlaggebend, die persönliche Kompetenz auszubauen und weiterzuentwickeln. Der Wunsch, nach einer langen und theoretischen Schullaufbahn in die Praxis zu wechseln, war mit dem hilfreichen Nebeneffekt verbunden, Zeit für die berufliche Orientierung zu gewinnen. So wird Svenja Grave eine Ausbildung zur Physiotherapeutin beginnen und Lena Brandt einem Lehramt-Studium nachgehen.

Höhepunkte

Auf die Frage, was ihnen am besten gefallen hat, sind sich die zwei Frauen einig: „Insbesondere die Gestaltung von arbeitsbegleitenden Angeboten, als auch die Gelegenheit, sich in den Hospitationswochen einen Einblick in andere Bereiche zu verschaffen, haben sehr Spaß gemacht.“

Die Caritaswerkstätten Langenhorst bieten an den verschiedenen Standorten in Ochtrup, Emsdetten und Steinfurt Freiwillige Soziale Dienste (FSD) an und sind Einsatzstellen für FSJ- und BFD-Plätze. Das Bewerbungsverfahren für den Start im August 2020 oder später hat bereits begonnen. Interessierte können sich direkt bei den Caritaswerkstätten Langenhorst, Waldstraße 15 in Ochtrup, (info@cw-l.de, www.cw-l.de oder Telefon 0 25 53/92 50) oder bei den FSD gGmbH, Hafenstraße 29/31 in Münster, (info@fsd-muenster.de, www.fsd-muenster.de oder Telefon 02 51/3 84 50 20) melden.

Startseite