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Kooperation der Outlaw-Kita 

Umgehen der Sprachbarrieren

Ochtrup

Die Outlaw-Kita Buschlandweg kooperiert mit ROC-van-Twente-Berufskolleg. Die Niederländerin Fiona Olthoff hat dort den theoretischen Teil ihrer Ausbildung absolviert und jetzt den praktischen Part in Ochtrup beendet. Für sie war es eine tolle Erfahrung, die unterschiedlichen pädagogischen Arbeitsweisen der beiden Länder aus direkter Nähe kennenzulernen.

Fiona Olthoff (v.l.) mit ihrer Lehrerin Petra Hiemstra, Outlaw-Kita-Leiterin Sabrina Steveker und der Praxisanleiterin Kathrin Herbers. Foto: Nicola Hessmann

Bereits seit einigen Jahren kooperieren die Outlaw-Kitas im Kreis Steinfurt mit dem ROC van Twente, einem Berufskolleg, das unter anderem auch Erzieher und Erzieherinnen ausbildet. Fiona Olthoff aus Hengelo hat dort ihre theoretische Ausbildung absolviert. Seit September 2020 ist sie in der Outlaw-Kita Buschlandweg eingesetzt, um ihr letztes, praktisches Ausbildungsjahr zu leisten. Auch dies hat sie zum 30. Juni erfolgreich gemeistert, schreibt die Outlaw gGmbH in einer Pressemitteilung.

„Fiona ist bereits die zweite Studentin, die bei uns im Kreis Steinfurt ihren praktischen Teil der Ausbildung leistet“, berichtet Kitaleiterin Sabrina Steveker. „Die Kooperation mit den Niederlanden ist für uns eine Bereicherung. Wir bekommen einen Einblick in andere Konzepte frühkindlicher Förderung und Betreuung, und die Kinder finden es spannend, eine andere Sprache zu hören. Natürlich ist auch die Möglichkeit, über diesen Weg qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, von Vorteil.“

Viel Wert auf Individualität

Fiona Olthoff hat in der Kita Buschlandweg sehr viel über den Ansatz „Spielend Lernen“ bei Outlaw erfahren und außerdem Partizipation und altershomogene Gruppen kennengelernt. Spannend findet sie, dass bei Outlaw viel Wert auf Individualität gelegt wird: Die Kinder wählen selbst ihren nächsten Entwicklungsschritt und die Erzieher unterstützen sie dabei. „Mit dieser Arbeitsweise konnte ich mich schnell anfreunden und habe viel Positives für mich mitgenommen“, berichtet sie. „Die Unterschiede zu einer niederländischen Schule sind groß. Bei uns nehmen die Kinder schon früh an vielen Programmen teil und gehen bereits mit vier Jahren in die Schule.“

Auch die Kinder waren neugierig und erkundigten sich, warum Fiona anders spricht. Einige kannten ihre Sprache aus der eigenen Familie und freuten sich darüber, auf eine weitere Person zu treffen, mit der sie niederländisch sprechen konnten. Auch die niederländischen Lieder und Spiele, die Fiona Olthoff mit in den Alltag brachte, haben die Kinder interessiert aufgenommen.

Natürlich gab es ab und zu auch Sprachbarrieren – vor allem, wenn es im Rahmen von Beurteilungsbögen um fachliche Begriffe ging. Doch dank einiger niederländisch sprechender Mitarbeiter im Team meisterte die Kita auch das.

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