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Auszeichnung für Pfingstrallye

Pfarrei belegt zweiten Platz beim Ehrenamtspreis des Bistums

Ochtrup

Für ihre coronagerechte digitale Firmvorbereitung sind Lena Dziuk und Heike Kötterheinrich mit dem Ehrenamtspreis des Bistums ausgezeichnet worden. Sie hatten sich zu Pfingsten eine spirituelle Rallye mit zwölf Stationen ausgedacht.

Die Bergwindmühle spielte eine Hauptrolle in der interaktiven Pfingst-Rallye: Luise und Heike Kötterheinrich (v.l.), Lena Dziuk, Stefan Hörstrup und Michel Albersmann haben die QR-Codes ausprobiert. Foto: Himstedt

Was macht ein schlichter, weißer Metall-Mülleimer direkt neben dem ehrwürdigen Hochaltar der Lambertikirche in Ochtrup? Warum stehen Verse der Bergpredigt am Turmweg neben der Windmühle? Für ihre innovative Idee, die Firmvorbereitung in ihrer Pfarrei coronagerecht digital zu gestalten, wurden Lena Dziuk und Heike Kötterheinrich mit dem zweiten Platz des Ehrenamtspreises des Bistums Münster ausgezeichnet.

Kein Schützenfest

Laufen und Spazierengehen liegen im Trend, seit Corona sowieso. Aber die Organisatorinnen wollten den Teilnehmenden noch ein bisschen mehr zum Denken, Fühlen und Glauben mit auf den Weg geben: Sie hatten sich eine spirituelle Rallye mit zwölf Stationen ausgedacht und sie umgesetzt – zwar vorrangig für die Firmkatechese, aber mitmachen konnte jeder, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums.

Die beiden Frauen aus Münster und Ochtrup sind seit knapp zehn Jahren ehrenamtlich in der Firmkatechese der Pfarrei St. Lambertus aktiv: „Der Auslöser war eigentlich, dass in Ochtrup Pfingsten immer für die Schützenfeste reserviert ist“, sagt Lena Dzuik. Diese sind 2021 ausgefallen – Pfingsten aber nicht. „Wir haben festgestellt, dass dieses Fest der Sendung des Heiligen Geistes bei den jungen Menschen gar nicht mehr präsent ist.“

Bibeltexte

Die Gedanken und Bibeltexte rund um Pfingsten den Menschen wieder näher zu bringen, waren Anliegen der beiden Frauen. Die Umsetzung erfolgte multimedial – vom digitalen Glücksrad bis zu echten Süßigkeiten und einer „Starke-Töne“-Playlist mit Musik, die Jugendliche gerade hören, „die wir dann inhaltlich den Stationen zugeordnet haben“, wie die Initiatorinnen berichten. Die Religionslehrerin Lena Dziuk, die mittlerweile aus Münster pendelt, und Heike Kötterheinrich, überzeugte Hausfrau und Mutter von drei Kindern aus Ochtrup, ergänzen sich da gut in ihrer Kreativität.

Impulse

Die Teilnehmer der Rallye erhielten über einen QR-Code die Impulse, die auf einer Internetseite hinterlegt waren: „Wir haben Orte gewählt, die man allein gut erreichen kann, damit es coronakonform ist und die Jugendlichen und Interessierten ohne Hilfe von außen mitmachen können“, sagt die 29-jährige Dziuk. Die selbstgefertigten Aufsteller, die Impulse und weiteres Material stellen die Frauen anderen Pfarreien und Interessierten gern zur Verfügung.

Mülleimer

Los ging es an der St.-Lamberti-Kirche, wo die Teilnehmer ihre negativen Gedanken in einen Mülleimer werfen können: „Die Beichte, das Sakrament der Versöhnung, in einen neuen Kontext setzen“, war den Initiatorinnen ein Anliegen. Die folgenden Orte sind eher unkonventionell gewählt. „Wir wollten Alternativen zum Sakralen anbieten“, erklärt Lena Dzuik. „Wir wären auch sehr gerne in die Kneipe gegangen, aber weil das nicht ging, haben wir eben draußen eine Station gestaltet.“ So gab es an „Paddy‘s Irish Pub“ den „#Kneipentalk“. Dass Lena Dziuk und Heike Kötterheinrich viele Abende, Telefonate und Material in den Pfingstweg investiert haben, kommt nicht von ungefähr. „Es hat einfach unfassbar viel Spaß gemacht, das vorzubereiten. Wir sind selbst im wahrsten Sinne des Wortes begeistert.“

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