1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ochtrup
  6. >
  7. Was steckt hinter den Fassaden?

  8. >

Ratespiel zum Denkmaltag

Was steckt hinter den Fassaden?

Ochtrup

Mit einem Ratespiel beteiligt sich der Ochtruper Heimatverein am diesjährigen Denkmaltag. 20 Fassaden aus dem Ort, die Josef Jäger im Laufe von vier Jahren nach den Vorbildern aus Holz anfertigte, gilt es, bis zum Samstag den Originalen zuzuordnen.

Von Irmgard Tappe

Sie werben für den Denkmaltag: Manfred Schründer (l.), Josef Jäger sowie (hinten v.l.) Hildegard Schulze Elshoff, Christa Holtmannspötter, und Christa Lenderich stellten eines der Modelle vor. Foto: Irmgard Tappe

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht unter dem Leitgedanken „Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“. Das Motto inspirierte den Heimatverein Ochtrup zu einem Stadt-Suchspiel, das bereits seit dem 7. August viele Interessierte zu einem Spaziergang durch die Innenstadt gelockt hat. In den dortigen Schaufenstern sind nämlich 20 holzgeschnitzte Miniatur-Häuserfassaden ausgestellt, die Josef Jäger in filigraner Kleinarbeit maßstabgetreu nachgebaut hat. Er und seine Mitstreiter aus der Holzwerkgruppe haben die Werke für die Stadtrallye vorbereitet. Wer die jeweiligen Häuserfronten erkennt und die Nummern der Modelle dem richtigen Standort einordnet, hat die Chance auf einen Gewinn. Die Aktion läuft noch bis zum Samstag (4. September).

„Unter den richtigen Eingängen losen wir drei Hauptpreise und zehn Trostpreise aus. Die Preisverleihung am Alten Spieker in Langenhorst findet am 12. September, dem Tag des offenen Denkmals, statt. Die Gewinner werden im Vorfeld benachrichtigt“, berichtet Manfred Schründer.

Mit der bisherigen Resonanz diese Stadtrallye ist der Vorsitzende des Ochtruper Heimatvereins gut zufrieden. „Die Leute waren schon gut unterwegs. 50 ausgefüllte Teilnahmebögen haben wir bislang zurück bekommen“, zieht er ein Fazit. Schründer geht davon aus, dass in dieser „Woche des Endspurts“ noch einige Rückmeldungen hinzu kommen.

Bürgermeisterin Christa Lenderich lobt diese „tolle Aktion“, durch die der Heimatverein die Bevölkerung dazu animiere, ihre Stadt bewusst und anschaulich zu erleben. Josef Jäger erzählt, dass ihm die historischen Häuserfassaden gleich aufgefallen waren, als er in die Töpferstadt zog. Die interessante Architektur reizte den pensionierten Lehrer einer Gehörlosenschule zu einer künstlerischen Konfrontation mit den Ochtruper Stadtbildern. In seiner heimischen Hobbywerkstatt und später im Arbeitsraum der Holzwerkgruppe machte er sich an die mühsame Detailarbeit. „Ursprünglich wollte ich einen Adventskalender mit 24 Miniaturfassaden bauen. 20 sind es bislang geworden“, erinnert er sich. Etwa vier Jahre hat der 85-Jährige dafür benötigt.

Alle 20 Fassaden werden am Tag des Offenen Denkmals in einem Zelt am Alten Spieker ausgestellt. „Eigentlich wollten wir an diesem Tag im Spieker auch Kaffee und Kuchen anbieten. Aber angesichts der steigenden Coronazahlen müssen wir das leider streichen. Die Verantwortung wäre zu groß“, bedauert die stellvertretende Vorsitzende Hildegard Schulze Elshoff.

Während eines Pressegesprächs stellen die Vorstandsmitglieder die abgespeckte Version des Denkmaltages vor. Neben der Ausstellung der Häuserfassaden können Besucher während einer Kirchenführung einiges über die Geschichte erfahren, die sich um die Langenhorster Stiftskirche rankt. Dabei gilt es, die Coronaregeln „geimpft, genesen oder getestet“ zu beachten.

Startseite