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Wildkraut Mädesüß

Wiesenkönigin wirkt auch schmerzstillend

Ochtrup

In der Serie „Was blüht denn da?“ stellt Kräuterexpertin Cornelia Wessendorf heimische Wildkräuter und ihre Eigenschaften vor. Diesmal hat sie sich die Wiesenkönigin vorgenommen.

Mädesüß dient heute als Zuckerersatz. Foto: Cornelia Wessendorf

Sie trägt den vielversprechenden Namen Wiesenkönigin. Kräuter-Expertin Cornelia Wessendorf kennt das Kraut unter dem Namen „Mädesüß“. Und der Name ist hierbei Programm. Denn früher wurden Teile der Pflanze zum Süßen von Wein und Bier verwendet. Heute kommt die Blüte auch als Zuckerersatz in Sommerschorlen zum Einsatz.

Doch Filipendula ulmaria kann noch mehr. „Die Pflanze enthält unter anderem Salicylsäure, welche schmerzstillend und fiebersenkend wirkt“, weiß Cornelia Wessendorf. Blüten und Blätter als Tee verarbeitet sollen wohltuend bei Kopfschmerzen und Erkältungen sein.

Mädesüß gehört zur Familie der Rosengewächse. Die weißen Blüten verströmen von Juni bis September ihren Duft. „In dieser Zeit kann ich es schon riechen, bevor ich es sehe“, hat Cornelia Wessendorf festgestellt.

Liebling der Bienen

Mädesüß ist übrigens auch bei Bienen sehr beliebt. „Sie tummeln sich dort reichlich“, erzählt die Kräuterfachfrau aus Ochtrup von tierischen Liebhabern der Wiesenkönigin. Zudem gebe es regional bei Imkerinnen und Imkern den Brauch, die Beuten, also die Behausung der Bienen, mit den Blüten der Spierstaude einzureiben, um ihnen ihren Wohnraum besonders schmackhaft zu machen. Für die anderthalb Meter hochwachsende Wiesenkönigin herrschen in diesem Sommer übrigens optimale Bedingungen. Sie mag das regnerische Wetter. Vorzugsweise ist sie an Gräben, feuchten Wiesen und Flussufern zu finden.

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