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Jahresbericht der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Diakonie

Zahl der Beratungen auf hohem Niveau

Ochtrup/Steinfurt

Der Beratungsbedarf bei jungen Familien und Schwangeren ist ungebrochen. Das geht aus dem Jahresbericht der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Diakonie hervor.

Ralph Schippers

Familien- und Erziehungsberatung des Diakonischen Werks ist trotz Corona ein gefragtes Angebot. Foto: dpa

Das Team der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche verzeichnet für das vergangene Jahr eine ungebrochen hohe Nachfrage ihrer Dienstleistungen in der Familien- und in der Schwangerenberatung – trotz Corona. 807 Mal wurde 2020 die Familien- und Erziehungsberatung der vom Diakonischen Werk getragenen Einrichtung an der Wasserstraße in Burgsteinfurt in Anspruch genommen. Gegenüber dem Vorjahr (808) blieb die Fallzahl damit fast konstant. Dies geht aus dem Jahresbericht 2020 hervor, den die Beratungsstelle jetzt veröffentlicht hat. Die Inanspruchnahme bleibt damit trotz der Lockdown-Wochen weiter auf einem hohen Niveau, heißt es dazu im Bericht.

Um trotz der Beschränkungen durch die Pandemie weiter erreichbar zu bleiben, bot das Diakonie-Team vielfach Beratung per Telefon oder Video an. Zudem war es während des ganzen ersten Coronajahres laut dem Bericht auch möglich, persönliche Gespräche zu vereinbaren. Gerade in krisenhaften Situationen sei dies für die Betroffenen oftmals die einzige Chance gewesen, über ihre Anliegen zu sprechen.

Die Beratungsanlässe zeigen, dass viele Themen unabhängig von Corona weiter im Mittelpunkt standen. Dazu gehörten Fragen rund um die Erziehung, Streitfälle innerhalb der Familie oder Notsituationen in Zusammenhang mit einer Schwangerschaft. Möglicherweise führten zusätzliche Sorgen und Ängste, ausgelöst durch Krankheit, finanzielle Nöte oder psychische Belastungen, dazu, dass bestehende Probleme verstärkt wurden.

Die weitaus meisten Klienten aus dem Einzugsgebiet der Beratungsstelle stammten mit 329 Personen aus Steinfurt, gefolgt von Ochtrup (141), Nordwalde (70), Horstmar (64) und Laer (52). Circa ein Viertel der Eltern, die in die Beratung kamen, erziehen allein oder mit einem neuen Partner. Dies unterstreicht die Bedeutung des Themas „Trennung und Scheidung“ in der Beratungsarbeit.

Das Alter der innerhalb der Familienberatung betreuten Kinder und Jugendlichen betrug im vergangenen Jahr in den meisten Fällen drei bis fünf Jahre, gefolgt von den Sechs- bis Achtjährigen und den Neun- bis Elfjährigen. Familien mit Jungen wurden durchweg häufiger betreut als solche mit Mädchen.

In der Schwangerenberatung ist die Gesamtzahl der Erstberatungen in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um zehn auf 232 gestiegen, einen Anstieg verzeichnete das Team zudem auch in der Schwangerschaftskonfliktberatung.

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