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Regierungspräsidentin Dorothee Feller überreicht Förderbescheid für kommunalen Reithallen-Bau

491 000 Euro im Gepäck

Saerbeck

Vor einem Kornfeld an der Riesenbecker haben am frühen Dienstagabend Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg sowie Ratsmitglieder und Mitglieder des Reitvereins Münsters Regierungspräsidentin Dorothee Feller empfangen. Im Gepäck hatte sie eine Förderbescheid über 491 000 Euro für den Bau einer kommunalen Reithalle.

Von Katja Niemeyerund

Großer Empfang für Regierungspräsidentin Dorothee Feller, die einen Förderbescheid für den geplanten Bau einer kommunalen Reithalle im Gepäck hatte.. Foto: Katja Niemeyer

Für den Termin mit Regierungspräsidentin Dorothee Feller haben sie sich alle Zeit genommen: Ratsherren und Ratsfrauen sowie Mitglieder des Reitvereins und des Fördervereins. Am frühen Dienstagabend empfingen sie zusammen mit Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg den hohen Gast aus Münster vor einem Kornfeld an der Riesenbecker Straße (direkt neben dem Biohof Elfrich), auf dem die Gemeinde für den Reitverein eine (kommunale) Reithalle errichten will.

Feller hatte einen Förderbescheid über einen Betrag von rund 491 000 Euro im Gepäck – Bundes- und Landesmittel eines Förderprogramms zur Strukturentwicklung des ländlichen Raums. Mit dem Zuschuss, stellte Lehberg fest, „ist die Zukunft des Reitvereins endgültig gesichert“. Dieser muss, wie berichtet, seine alte Heimstätte an der Ibbenbürener Straße aufgeben, weil dort das Neubaugebiet Alter Reiterhof entstehen soll.

An dem neuen Standort wächst derzeit noch Getreide, voraussichtlich Mitte November sollen dort aber die Bagger anrollen. „Der Zeitplan ist sehr straff“, erklärte Lehberg. Für Bauleitplanung, Ratsbeschluss, Bauantrag und Genehmigung sowie Ausschreibungen hat das Bauamt noch rund fünf Monate Zeit.

Ein Entwurf für die Reithalle liegt allerdings bereits vor. Geplant ist ein 68 mal 27 Meter großes Gebäude mit Satteldach. Die Gesamtbaukosten belaufen sich laut aktueller Kalkulation auf rund 756 000 Euro, so dass 265 000 Euro aus der Gemeindekasse fließen müssen.

Die Reithalle wird auf einer 6220 Quadratmeter großen Fläche platziert, die die Gemeinde auf Erbpacht erworben hat. Das entspricht rund einem Drittel des künftigen Areals des Reitvereins, der sich zwei Drittel selbst gesichert hat und auf dieser Fläche in Eigenregie einen Pferdestall und gegebenenfalls einen Reitplatz plant. Alles in allem werden in die neue Heimstätte rund 1,1 Millionen Euro investiert.

„Der Reitsport ist Teil der DNA unseres Dorfes“, begründete der Bürgermeister das gemeindliche Engagement und erinnerte daran, dass Saerbeck seit 1998 pferdefreundliche Gemeinde ist und dass die Reiter des Vereins regelmäßig herausragende sportliche Erfolge feiern. Lehberg hob außerdem die Zusammenarbeit der politischen Gemeinde mit dem Reitverein bei der Suche nach einem neuen Standort und der Entwicklung einer Gesamtlösung hervor. So hatte sich der Rat für das Vorhaben, das zusätzlich noch durch den Förderverein des Reitvereins unterstützt wird, einstimmig ausgesprochen.

Kommunen, befand Feller, „leben von einem Zusammenhalt wie diesen“. Wenn sie in anderen Gemeinden sei, sage sie oftmals, „dass sie sich diesbezüglich ein Beispiel an Saerbeck nehmen können“, verriet die Regierungspräsidentin. Sie sprach vom „Charme“ kleiner Orte wie Saerbeck, erwähnte, dass das Münsterland steigende Touristenzahlen verzeichnet, und dass sie vielerorts „ein hohes ehrenamtliches Engagement“ erlebe.

Zum Schluss des rund halbstündigen Termins ergriff Dr. Birgit Schuh vom Vorstand des Reitvereins das Wort. Wie erleichtert sie und ihre „Kollegen“ darüber sind, dass ein Gesamtkonzept erarbeitet wurde, macht ihre Bemerkung deutlich: „Wir hatten anfangs schlaflose Nächte.“

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